Ein Indianer geht mit Znojmo auf „Kriegspfad“

Sport / 01.10.2015 • 23:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Colton Yellow Horn (l.) und Lubomir Stach kommen mit Znojmo als Tabellenführer heute nach Vorarlberg.  Foto: gepa
Colton Yellow Horn (l.) und Lubomir Stach kommen mit Znojmo als Tabellenführer heute nach Vorarlberg. Foto: gepa

Dornbirn bekommt es heute (19.15 Uhr) mit dem aktuellen Tabellenführer zu tun.

Dornbirn. (VN) Mit fünf Siegen und nur einer Niederlage (1:7 bei den Vienna Capitals) steht der HC Znojmo mit 15 Punkten in der Tabelle der Erste Bank Eishockeyliga ganz oben. Drei Siege in Serie fuhren die Tschechen ein, insgesamt stehen fünf Erfolge bei nur einer Niederlage (1:7 gegen die Vienna Capitals) zu Buche. Der Höhenflug der Tschechen ging mit der Hochform von Colton Jaret Yellow Horn (28) Hand in Hand. Der Kanadier, Nachfahre indianischer Ureinwohner, kam in sechs Spielen auf sieben Tore und fünf Assists, damit ist er die Nummer eins unter den EBEL-Scorern. Dornbirns bester, Marek Zagrapan, kommt mit einem Treffer und fünf Vorlagen auf die halbe Ausbeute.

Starker Gegner, schweres Spiel

Nach einem Kurzgastspiel mit elf Partien in Salzburg – der U-18-Teamspieler kam mit einer Empfehlung von 118 Punkten in 83 Spielen aus der Juniorenliga WHL – kehrte Yellow Horn nach Nordamerika zurück. 2013/14 trug er den Fehervar-Dress (44/47), über die Nippon Paper Cranes (59/47) gab es jetzt in Znojmo eine neue Heimat. Heute geht der Indianer in Dornbirn aufs „Kriegspfad“ – von seiner feinen Technik kann man sich vorab auf einem Video (https://vine.co/v/MMMEIll09a2) überzeugen. Die Bulldogs, nach drei Niederlagen in Serie aktuell auf Rang sieben abgerutscht, konnten sich in der vergangenen Saison auf eigenem Eis mit 4:1 und 5:1 durchsetzen, aus Tschechien kam man allerdings mit bitteren 2:10- und 3:8-Schlappen nach Hause. Die Duelle insgesamt sprechen für Znojmo: 22 zu 7 Punkte bei 66 zu 37 Toren lautet die Bilanz. „Es wird ein sehr schweres Spiel gegen einen sehr starken Gegner“, weiß auch Niki Petrik. Der Bulldogs-Kapitän hofft, dass seine Mannschaft zu alter Stärke zurückfinden kann. „Wir wollen über unseren Kampfgeist wieder ins Spiel finden und versuchen, disziplinierter als zuletzt aufzutreten, dann werden wir sehen was dabei herauskommt.“

Waldhauser im Kader

Bei Dornbirn werden die verletzten Verteidiger Jonathan D‘Aversa und Nick Crawford nicht zur Verfügung stehen, auch im Angriff ist die eine oder andere Position fraglich. In der Abwehr rückt Georg Waldhauser, der mittlerweile die vierte Saison beim EHC Bregenzerwald absolviert, als Kooperationsspieler in den Kader nach.

Wir wollen über unseren Kampfgeist wieder ins Spiel finden und versuchen, disziplinierter als zuletzt aufzutreten.

Kapitän Niki Petrik