Es geht um mehr als Medaillen

Sport / 01.10.2015 • 21:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Matthias Schwab will mit einer Topleistung bei den nationalen Kunstturn-Titelkämpfen im letzten Abdruck noch auf den WM-Zug aufspringen. Foto: gepa
Matthias Schwab will mit einer Topleistung bei den nationalen Kunstturn-Titelkämpfen im letzten Abdruck noch auf den WM-Zug aufspringen. Foto: gepa

Nationale Titelkämpfe sind die Generalprobe für die WM in drei Wochen in Glasgow.

Schwarzach. Als letzter Härtetest vor der Weltmeisterschaft im Kunstturnen vom 23. Oktober bis 1. November in Glasgow stehen am Wochenende in Innsbruck die nationalen Titelkämpfe auf dem Programm. Bezüglich der WM-Startplätze sind bei den Frauen die Würfel bereits gefallen. Durch den 22. Endrang in der Teamwertung bei der WM 2014 in Nanjing, das beste rot-weiß-rote WM-Ergebnis seit 1983, sind in Glasgow fünf Turnerinnen startberechtigt. Bereits vor den ÖFT-Titelkämpfen wurden das Quartett Elisa Hämmerle (TS Jahn Lusten­au), Klubkollegin Marlies Männersdorfer, Erja Metzler (ASTV Walgau) sowie Lisa Ecker (OÖ) und Jasmin Mader (T) für Glasgow nominiert. Um die Krone im Mehrkampf wird ein Zweikampf zwischen Hämmerle und Ecker erwartet. Erklärtes Ziel der 19-jährigen Hämmerle ist die zweite Goldene im Vierkampf nach ihrem Premierentitel 2011. Berechtigte Außenseiterchancen darf man aus heimischer Sicht Männersdorfer und WM-Ersatzturnerin Olivia Jochum (TSZ Dornbirn) einräumen.

Schwab benötigt Topresultat

Bei den Männern geht es neben den ÖM-Medaillen zusätzlich um die Startplätze für Glasgow. Nach Platz 27 im Vorjahr in China darf der Österreichischen Fachverband für Turnen (ÖFT) drei Aktive für das Championat in Schottland nominieren. Grundlage für die Entsendung sind die besten zwei Mehrkampfergebnisse beim Testwettkampf im September in Innsbruck, dem Ländervergleichskampf vergangenes Wochenende in Ungarn und der ÖM in Innsbruck.

Praktisch fix ist die Nominierung von 2012-Olympia­starter Fabian Leimlehner (OÖ) und Junioren-Europameister Vinzenz Höck (St). Um den letzten vakanten Startplatz buhlen Matthias Schwab (SG Götzis) und die Brüder Lukas und Severin Kranzlmüller (OÖ). Thomas Bachmann, Vizepräsident bei der Vorarlberger Turnerschaft (VTS) und für den Leistungssport verantwortlich, zur Ausgangslage: „Es bedarf einer absoluten Topleistung von Matthias, damit er noch auf den WM-Zug aufspringt. Er muss sicher annähernd seinen persönlichen Rekord von 82,85 Punkten aus dem Jahr 2012 oder darüber turnen und zusätzlich müssen seine Konkurrenten unter ihren Möglichkeiten bleiben, damit er den freien Startplatz für Glasgow holt“, erklärt Bachmann nüchtern.

2014 gab es 30 Medaillen

Obwohl mit Michael Fußenegger und Florian Braitsch zwei erklärte Medaillenkandidaten aufgrund von kürzlich überstandenen Verletzungen auf eine ÖM-Teilnahme verzichten, will die VTS-Equipe in der Tiroler Landeshauptstadt ihre Nummer-eins-Position in der nationalen Szene bestätigen.

Bei den Heimtitelkämpfen im Vorjahr in Lustenau durfte sich das Gastgeber-Bundesland über nicht weniger als 30 Medaillen (12/14/4) im Mehrkampf bzw. bei den Geräteentscheidungen freuen.

Elisa Hämmerle hat ihr WM-Ticket bereits fix. Foto: VN/Lerch
Elisa Hämmerle hat ihr WM-Ticket bereits fix. Foto: VN/Lerch