Das Salz- und Pfeffer-Duell

02.10.2015 • 20:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zwei, die sich schätzen: Thomas Tuchel (l.) und Pep Guardiola. Fotos: epa/epa
Zwei, die sich schätzen: Thomas Tuchel (l.) und Pep Guardiola. Fotos: epa/epa

Am Sonntag kommt es beim BL-Gipfel zwischen Bayern und Dortmund zum Duell der Taktik-Freaks.

Schwarzach. In München ist die Geschichte längst eine Legende. In seinem Sabbatjahr, so wird berichtet, habe sich Thomas Tuchel mit seinem großen Vorbild Pep Guardiola getroffen, zu einem Kennenlern-Gespräch über das Leben und natürlich den Fußball. Doch dieser Trainer-Treff sei schließlich ausgeartet – zu einer ausgiebigen Fachsimpelei der Taktik-Freaks, die sich am Sonntag (17.30 Uhr) im Bundesliga-Gipfel zwischen Bayern und Dortmund gegenüberstehen.

Kellner der Bar Schumann’s am Odeonsplatz in München berichteten, Tuchel und Bayern-Coach hätten auf ihrem Tisch derart wild die Salz- und Pfefferstreuer hin und her geschoben, dass für Getränke kaum mehr Platz war. „Niemand konnte mir meinen Rotwein wegnehmen, das war mein Rechtsverteidiger“, so Guardiola. „Wir haben allgemein gesprochen, über meine Ideen“, relativierte der Katalane. Zu tief habe er sich nicht in die Karten blicken lassen.

Was Tuchel in Mainz und auch schon in Dortmund geschafft habe, „liegt an seiner Qualität, nicht an meinen Geheimnissen“, erklärte Guardiola und drückte damit seinen Respekt vor dem noch vor Monaten begehrtesten deutschen Trainer aus. Nicht erst seit dem Treffen in jener In-Bar haben Experten zahlreiche Parallelen in der Spielausrichtung beider Trainer ausgemacht.

Tuchel ist wie sein großes Vorbild Guardiola – immer auf der Suche nach Lösungen, Verbesserungen und neuen Strategien. Auf der Jagd nach dem perfekten Spiel, auch wenn beide betonen, dass es das gar nicht gibt. Der studierte Betriebswirt Tuchel gilt wie der Bayern-Coach als exzellenter Theoretiker und akribischer Arbeiter. Für sein Training brauche man Abitur, so komplex sei es, wurde einst ein Mainzer

Profi zitiert.

Fußball

Deutschland, Bundesliga

8. Spieltag

Darmstadt 98 – FSV Mainz 05 2:3 1:2)

17.000 Zuschauer (ausverkauft). Torfolge: 15. 0:1 Bell, 24. 0:2 Malli, 27. 1:2 Heller, 57. 2:2 Sailer,
64. 2:3 De Blasis

Besonderes Vorkommnis: Wagner (Darmstadt) verschießt einen Foulelfmeter (90./+ 6)

Bei Darmstadt waren der Ex-Altacher Aytac Sulu und György Garics 90 Minuten im Einsatz, bei Mainz spielte Julian Baumgartlinger ebenfalls durch.

Deutschland, 2. Bundesliga

10. Spieltag

1. FC Kaiserslautern – Fortuna Düsseldorf 3:0 (1:0)

24.763 Zuschauer. Torfolge: 12. 1:0 Piossek, 54. 2:0 Vucur, 90./+ 2 3:0 Colak

Bei Kaiserslautern spielte Torschütze Stipe Vucur durch, bei Düsseldorf stand der verletzte Christian Gartner nicht im Aufgebot.

FSV Frankfurt – 1. FC Heidenheim 0:4 (0:3)

4124 Zuschauer. Torfolge: 14. 0:1 Theuerkauf, 24. 0:2 Haji Safi (Eigentor), 40. 0:3 Griesbeck, 65. 0:4 Morabit

Rote Karte: 67. Oumari (Frankfurt/Unsportlichkeit)

Bei Frankfurt spielte Lukas Gugganig, der Gelb sah, über 90 Minuten.

Arminia Bielefeld – TSV 1860 München 1:1 (1:1)

16.787 Zuschauer. Torfolge: 8. 0:1 Wolf, 40. 1:1 Klos

Bei 1860 war Michael Liendl, der 90 Minuten spielte, mit der Beste im Team, Rubin Okotie wurde nach 87. Minuten ausgewechselt.