Der Konkurrenz auf und davon

Sport / 04.10.2015 • 20:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Tadesse Dabi aus Äthiopien wurde frenetisch gefeiert, als er nach etwas mehr als zwei Stunden den 3-Länder-Marathon als Sieger beendete.
Tadesse Dabi aus Äthiopien wurde frenetisch gefeiert, als er nach etwas mehr als zwei Stunden den 3-Länder-Marathon als Sieger beendete.

Tadesse Dabi und Kathrin Müller siegten beim 3-Länder-Marathon in der Königsdisziplin.

Bregenz. Er hatte sich viel vorgenommen. Den Marathon wollte er gewinnen und den Streckenrekord brechen. Doch beides blieb dem Kenianer Richard Kiprono Bett beim 9. Sparkasse-3-Länder-Marathon versagt. Als strahlender Sieger trug sich stattdessen Tadesse Dabi in die Bestenliste ein. Mit 2:13:43 Stunden ließ der Äthiopier seine Konkurrenz deutlich hinter sich. Bett und sein Landsmann Peter Wangari kamen mit Respektabstand ins Ziel. Bester Vorarlberger wurde Harald Steger. Mit 2:34:17 Stunden sicherte er sich den vierten Platz.

Das Tempo angezogen

Bei den Frauen wurde die deutsche Kathrin Müller ihrer Favoritenrolle gerecht. Nachdem sie im vergangenen Jahr den Halbmarathon gewonnen hatte, durfte sie sich heuer nach exakt 2:50:46 Stunden die Marathonkrone aufsetzen. „Ein Wahnsinn“, lautete ihr erster Kommentar.Den strömenden Regen beim Start empfand Müller übrigens als genau richtig.

Tadesse Dabi hingegen haderte anfangs mit Regen und Wind. Nach 28:44 Minuten passierten Kenianer und Äthiopier gemeinsam den Bregenzer Hafen. Bis Kilometer 36 lief Dabi weiter mit den Kenianern im Pulk. Dann zog der Sieger des Jerusalem-Marathons das Tempo an und war auf und davon. Jetzt wird sich Dabi in seiner äthiopischen Heimat erholen. In zwei Monaten möchte er den nächsten Marathon laufen.

Gleich zwei neue Gewinner brachte der Halbmarathon. Bei den Damen siegte Michèle Gantner aus der Schweiz in 1:17:15 Stunden. Beste Vorarlbergerin in dieser Disziplin war Julia Ender. Bei den Herren entführte Johannes Hillebrand den Halbmarathon-Titel nach München. Mit 1:08:17 Stunden verfehlte er seine persönlich angestrebte Bestzeit nur hauchdünn. Die Vorarlberger Fahnen hoch hielt Thomas Summer als Fünfter (1:11:18 Stunden). Der Viertelmarathon war sowohl bei den Frauen wie bei den Männern eine klare Vorarlberger Angelegenheit. Denise Neufert sah nach 44:19 Minuten die Zielflagge. In 36:02 Minuten passierte Jakob Mayer die Ziellinie.

Mit gut 7000 Teilnehmern gestaltete sich das Marathon-Wochenende am Bodensee wieder zu einem sportlichen Großereignis. OK-Chef Robert Küng staunte über die Wetterfestigkeit der Läufer: „Wirklich super, kann ich da nur sagen.“

Ein sichtlich zufriedener OK-Chef Robert Küng.
Ein sichtlich zufriedener OK-Chef Robert Küng.
Pressechef Dieter Heidegger feierte am Renntag Geburtstag.
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feierte am Renntag Geburtstag.
Jubel bei Denise Neufert über ihren Erfolg im Viertelmarathon.
Jubel bei Denise Neufert über ihren Erfolg im Viertelmarathon.
Jakok Mayer gewann zum sechsten Mal den Viertelmarathon.
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Die Premierensieger im VN-Team-Bewerb (v. l.): Alexandra Heinzle, Petra Rüdisser und Christine Berlinger.
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