In Durchgang zwei aufgedreht

04.10.2015 • 20:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Marko Tanaskovic mit perfektem Einsatz: Mit der rechten Hand blockiert er Sebastian Feichtinger und mit seiner Wurfhand nimmt er Maß. steurer
Marko Tanaskovic mit perfektem Einsatz: Mit der rechten Hand blockiert er Sebastian Feichtinger und mit seiner Wurfhand nimmt er Maß. steurer

Meister Alpla HC Hard putzt nach starker zweiter Halbzeit Krems mit 34:24 aus der Halle.

Hard. Ende gut, alles gut – unter dieser Devise könnte man den Heimauftritt von Alpla HC Hard gegen Krems einreihen. Beim dritten Einsatz des Titelträgers der letzten vier Saisonen in der eigenen Halle spannten Kapitän Roli Schlinger und Co. aber die Zuschauer zunächst ordentlich auf die Folter und strapazierten die Nerven von Coach Markus Burger. Erst als der Trainer der Gastgeber beim Stand von 10:12 (23.) bei einer Auszeit seine Jungs lautstark zur Brust nahm, ging ein Ruck durch die Roten Teufel. Doch zunächst wurden die Bemühungen noch nicht belohnt und die Wachauer gingen mit einem 15:13-Vorsprung in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel bekamen die Fans in der Teufelsarena ein völlig anderes Gesicht ihrer Lieblinge zu sehen. Die wiedergefundene Leidenschaft und das damit verbundene Selbstvertrauen wirkte sich auf den Spielstand aus. Mit einem 4:0-Lauf durch Treffer von Boris Zivkovic, Schlinger und zwei Mal Luca Raschle wurde der 14:16-Rückstand (32.) in eine 18:16-Führung (37.) verwandelt. Ab diesem Zeitpunkt lief das Spiel des Meisters und die Kremser fanden kein probates Gegenmittel, um den Sturmlauf der Roten Teufel zu stoppen. Großen Anteil daran hatte auch Goalie Martin Kalischnig, der nach dem Ausfall von Einsergoalie Golub Doknic reaktivert wurde, und mit 13 Paraden nach einjähriger Pause ein mehr als gelungenes Comeback im Hard-Trikot feierte und am Ende verdient als Spieler das Abends bei den Siegern ausgezeichnet wurde.

Jungs haben Charakter gezeigt

Nach dem am Ende klaren 34:24-Kantersieg wich auch die Anspannung aus den Gesichtern von Coach Burger und Hard-Sportchef Thomas Huemer: „Nach der doch nicht ganz zufriedenstellenden Leistung im Derby in Bregenz haben wir einige Zeit gebraucht, um richtig in Fahrt zu kommen. Nach der Pause hatten wir dann aber unsere gewünschte Betriebstemperatur erreicht, die Mannschaft hat Charakter gezeigt und hat verdient beide Punkte geholt“, zog Huemer zufrieden Bilanz.

In der Tabelle haben die Harder nun vier Punkte Rückstand auf Leader Margareten und haben nach Verlustpunkten wieder mit Bregenz gleichgezogen.

Es war ein typisches Spiel von uns, das alle Facetten zwischen Himmel und Hölle beinhaltet hat.

Markus Burger