Wälder verloren auch zweites Derby

04.10.2015 • 20:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Viel Arbeit für die Wälder Christian Ban und Marcel Wolf (l.) mit Toni Saarinen und Thomas Auer.  Foto: stiplovsek
Viel Arbeit für die Wälder Christian Ban und Marcel Wolf (l.) mit Toni Saarinen und Thomas Auer. Foto: stiplovsek

EHC Lustenau setzte sich mit 4:1 durch – die VEU tat sich beim 3:0 gegen Laibach schwer.

Schwarzach. (VN-siha/do) Zweite Niederlage im zweiten Derby für den EHC Bregenzerwald – und wieder fiel diese deutlich aus. Der EHC Lusten­au war im Ländle-Duell in der Inter National League von Beginn an das aktivere Team und nach knapp vier Minuten stellte Scott Barney seine Torjägerqualitäten mit einer schönen Einzelleistung unter Beweis. Nach dem 1:0 wogte die Partie hin und her, mit Chancen hüben wie drüben. Philipp Winzig sorgte dann wieder für Jubel beim Meister, er nützte ein ideales Zuspiel von Toni Saarinen im Powerplay zum 2:0 (15.). Kurz vor der ersten Eisreinigung hatte Lukas Fritz noch den dritten Treffer für die Sticker auf der Schaufel. Nach der Kabinenpredigt von Coach Alex Stein kamen die Wälder engagierter aufs Eis zurück, mussten aber schon bald das 0:3 (23.) durch Dustin Wood hinnehmen (23.). Hoffnung keimte auf, als Johannes Lins mit einem platzierten Schuss der Anschlusstreffer zum 1:3 (25.) gelang. Weil aber David Hauser eine weitere Großchance für die Hausherren ausließ (28.), Stefan Wiedmaier in Unterzahl auf 1:4 stellte (34.) und die Wälder aus der optischen Überlegenheit mit drei Powerplays kein Kapital mehr schlagen konnten, war der Endstand schon vor dem letzten Abschnitt gegeben. „In den ersten 20 Minuten agierten wir viel zu passiv, danach verlief das Spiel auf Augenhöhe. Lustenau war allerdings in der Chancenverwertung effektiver“, meinte Wald-Trainer Stein. EHC-Coach Janne Sinkkonen war mit dem Sieg sehr zufrieden. „Aber über die vielen unnötigen Strafen müssen wir schon noch reden.“

Ein Geduldspiel

Slavija Laibach war mit dem letzten Aufgebot nach Feldkirch angereist, nur ein Torhüter und jeweils sechs Verteidiger und Stürmer standen zur Verfügung. Trotzdem biss sich die VEU, die insgesamt 56 Torschüsse verzeichnete, lange Zeit an den defensiv und auf Konter orientierten Slowenen die Zähne aus. Nachdem Novak und Birnstill den Puck zweimal ans Metall gepfeffert hatten dauerte es bis 9,9 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels, bis Dylan Stanley das erlösende 1:0 gelang. Im letzten Drittel ging es Feldkirch lockerer von der Hand, Michael Novak (45./50.) münzte die Überlegenheit in zwei Treffer um.