Grabner nimmt sich 20 Tore vor

Sport / 05.10.2015 • 22:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Toronto Maple Leafs sind die vierte NHL-Station für Eishockeystürmer Michael Grabner. Foto: gepa
Die Toronto Maple Leafs sind die vierte NHL-Station für Eishockeystürmer Michael Grabner. Foto: gepa

Der Eishockeystürmer will bei den Toronto Maple Leafs wieder durchstarten.

Toronto. Michael Grabner ist bei einem der traditionsreichsten Clubs der National- Hockey League gelandet. Der 28-Jährige wurde Mitte September von den New York Islanders zu den Toronto Maple Leafs transferiert und will nach zwei Saisonen mit vielen Verletzungen wieder durchstarten. Für den Villacher sind die Maple Leafs schon der vierte NHL-Club nach den Vancouver Canucks, einem Kurz-Engagement bei den Florida Panthers und den Islanders. Das Team trifft gleich zum Auftakt am Mittwoch zu Hause auf Erzrivalen Montreal.

Sie haben schon drei Clubs kennengelernt. Was ist das Besondere an den Maple Leafs?

Grabner: Toronto ist der Club in Kanada. Ich hatte keinen Lieblingsverein, als ich klein war, aber wenn du in Kanada zehn Kinder fragst, wollen acht für die Maple Leafs spielen. Sie haben so viele Fans in Kanada und auch in den USA. Es ist ein Club der „Original 6“ (Anm.: die sechs Gründungsmitglieder) mit so viel Geschichte. Toronto ist eine der besten Organisationen, die Trainingshalle ist 1A, der Club wird sehr gut geführt. Ich hatte aber generell in meiner Karriere viel Glück mit den Mannschaften, für die ich spielen durfte.

Toronto hatte zuletzt aber wenig Erfolg. Spüren Sie die Sehnsucht, endlich wieder vorne dabei zu sein?

Grabner: Sie wollen die Mannschaft von Anfang an aufbauen, die Fans hatten keine Freude mit dem letzten Jahr. Sie haben viel verändert, einen neuen Trainer und einen neuen General Manager geholt. (Mike) Babcock ist einer der besten Trainer, wenn nicht der beste. (Lou) Lamouriello hat schon gute Mannschaften aufgebaut, z.B. die New Jersey Devils in den 90er-Jahren, die damals die vielleicht beste Mannschaft waren. Es sind die richtigen Leute am Steuer.

Was sind die Erwartungen?

Grabner: Heuer ist erst der Anfang des neuen Starts. Das wird sicher dauern.

Sie haben mit Babcock nun den teuersten Trainer der Liga. Was zeichnet Babcock aus?

Grabner: Das System, wie er spielt, das Eishockey, wie er es denkt, dazu eine gute Kommunikation. Er versucht, von jedem Spieler das Meiste rauszuholen, seine Stärken auszunützen, und nicht den Spieler für sein System zu verändern. Wir spielen hier ein bisschen anderes Verteidigungs-System, als ich es bisher gespielt habe.

Welche Erwartungen hat er an Sie?

Grabner: Es hat gesagt, er will, dass ich wieder so spiele wie vor drei, vier Jahren, mit Selbstvertrauen und viel Tempo. Sein System ist gut für meine Schnelligkeit, das ist ein Vorteil für mich.

Welche persönliche Erwartungen haben Sie?

Grabner: Die vergangenen zwei Jahre waren wegen vieler Verletzungen nicht so gut. Das Ziel ist, wieder einmal ein ganzes Jahr gesund zu bleiben und der Mannschaft zu helfen. Ich bin froh, dass ich einen neuen Start habe, der Rest wird sich ergeben.

Haben Sie auch spezielle Ziele für sich?

Grabner: Mein Ziel ist immer, über 20 Tore zu machen, aber das Wichtigste ist, der Mannschaft zu helfen. Ich will den Leuten hier bei den Maple Leafs zeigen, dass sie mit meiner Verpflichtung die richtige Entscheidung getroffen haben.

Mit Ihnen und den Raffl-Brüdern könnten gleich drei Villacher in der NHL spielen. Was sagen Sie dazu?

Grabner: Thomas Raffl läuft es ziemlich gut, ich habe viel Kontakt mit ihm. Ich hoffe, dass er es schafft. Ich freue mich, dass zwei meiner besten Freunde auch in der NHL spielen. (APA)

Das Wichtigste ist, der Mannschaft zu helfen.

Michael Grabner