Koller sieht Alaba als zentralen Spieler

Sport / 05.10.2015 • 19:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Gefragt: ÖFB-Teamchef Marcel Koller. Foto: gepa
Gefragt: ÖFB-Teamchef Marcel Koller. Foto: gepa

Teamchef fordert von seinen Spielern volle Konzentration für den Abschluss der EM-Qualifikation.

Wien. Gleich am ersten Tag der Zusammenkunft hat Österreichs Teamchef klar Stellung zur Position seines Starspielers David Alaba bezogen. Der Schweizer sieht den 23-Jährigen auf der zentralen Position. Und so wünscht sich Marcel Koller für Alaba auch beim FC Bayern München mehr Einsätze in der Mittelfeldzentrale. „Mit seinem Laufvermögen, seiner Spielintelligenz, seinem Abschluss gehört er dahin“, sagte Koller. „Dass er beim FC Bayern auch als Innenverteidiger spielt, ist ein kleiner Nachteil für uns.“

Er habe über dieses Thema auch schon mit Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer gesprochen, der genaue Inhalt der Unterhaltung „bleibt unter uns“, sagte Koller. Von Alaba, der beim deutschen Rekordmeister auch als linker Verteidiger aufläuft, erwartet der 54-Jährige in Zukunft sogar noch einen Leistungssprung. „Er ist noch jung, er wird sich weiterentwickeln und das Team noch mehr führen. Alaba selbst stieß nach der Sonntagspartie gegen Dortmund, zusammen mit Kevin Wimmer (Tottenham) und Aleksandar Dragovic (Kiew) gestern erst in den Nachmittagsstunden zum Team.

Einmal mehr betonte der Teamchef, dass er gegen Montenegro (Freitag, 20.45 Uhr) auf größere Experimente verzichten werde. Nicht nur am Personal, auch an der Spielweise dürfte sich nicht viel ändern. „Montenegro hat viele groß gewachsene Spieler, da müssen wir den Ball flach halten. Aber das ist eigentlich immer unser Ziel.“

Gespräche nach den Spielen

In den kommenden Tagen legt Koller die volle Konzentration auf die letzten beiden EM-Quali-Matches, danach könnten in einem Gespräch mit ÖFB-Präsident Leo Windtner erste Weichenstellungen bezüglich einer möglichen Vertragsverlängerung erfolgen. „Wir werden uns nach diesen Spielen zusammensetzen“, kündigte Koller an.