Christian Adam

Kommentar

Christian Adam

Verbannung eingeleitet

07.10.2015 • 20:10 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Es ist eine dramatische Zuspitzung der Ereignisse rund um die Vergabe der umstrittenen Weltmeisterschaften 2018 und 2022. Im Oktober von sechs Jahren nahm die aktuelle FIFA-Korruptionsaffäre mit der Suspendierung zweier Exekutivmitglieder ihren Anfang. Sie sollen bereit gewesen sein, ihre Stimmen für bei der WM-Vergabe zu verkaufen.

Fünf Jahre danach leitet diese Affäre den Sturz des allmächtig scheinenden FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter ein. Eine zeitliche Suspendierung des Schweizers wäre gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Ende seiner Regentschaft.

90 Tage hat die Untersuchungskammer der FIFA-Ethikkommission gefordert; ein Gremium, das selbst nicht frei von Kritik ist und erst 2010 nach dem Bekanntwerden der ersten Skandale refomiert wurde. Laut FIFA-Statuten ist die Kommission unabhängig. Die untersuchende Kammer wird vom Schweizer Cornel Borbely geleitet. Deren Forderung einer Blatter-Sperre muss nun die rechtsprechende Kammer unter dem Vorsitz des deutschen Richters Hans-Joachim Eckert bestätigen.

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