Österreich schon ganz im Koller-Poker

Sport / 08.10.2015 • 22:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Steht mit seiner Mannschaft im Blickfeld: Marcel Koller. Foto: gepa
Steht mit seiner Mannschaft im Blickfeld: Marcel Koller. Foto: gepa

In Podgorica gegen Montenegro steht heute (20.45 Uhr) vor allem Teamchef Marcel Koller im Blickpunkt.

Podgorica. Ausgerechnet ein Schweizer ist der Vater des Erfolgs im österreichischen Fußball. Verständlich, dass ÖFB-Präsident Leo Windtner nun um den Verbleib von Marcel Koller kämpft. Der aber lässt sich Zeit. Borussia Mönchengladbach soll Interesse an dem 54-Jährigen haben. Koller selbst wollte sich zu den Spekulationen vor den letzten beiden EM-Qualifikationsspielen, heute gegen Montenegro und am Montag (18 Uhr) in Wien gegen Liechtenstein nicht äußern. „Das sind Gerüchte. Die deutsche Liga ist immer attraktiv, das ist das Land des Weltmeisters“, meinte er vor dem Abflug nach Podgorica. Damit ließ er seine berufliche Zukunft weiter offen.

Auch ein weiteres Engagement als Nationaltrainer sei für ihn aber durchaus denkbar. Kein Wunder, hat doch auch sein Heimatland Schweiz – im November Testspielgegner der Österreicher – erneut das Interesse an Koller bekundet. „Was nach der EM passiert, ist jetzt kein Thema. Ich kann mir zwar grundsätzlich auch eine Zukunft als Verbandstrainer vorstellen, weil der Job Spaß macht. Aber für die Entscheidung sind andere Parameter maßgeblich“, sagte Koller. Teamstürmer Marko Arnautovic jedenfalls rechnet damit, dass der Chef weiter an Bord bleibt: „Ich denke, dass er weiterhin bei uns bleibt“, sagte der Stoke-Legionär. ÖFB-Präsident Leo Windter hatte schon im VN-Gespräch betont, dass man sich von außen keine Diskussionen aufdrängen lasse. „Wir werden uns nach den beiden Spielen zusammensetzen, das haben wir so vereinbart.“

In Montenegro geht es für das Team zwar nicht mehr um die Qualifikation, doch es steht einiges auf dem Spiel. Neben dem Ausbau der Rekordserie würde man mit einem Sieg gegen das Balkan-Team den Vorstoß unter die Top Ten der FIFA-Weltrangliste wohl endgültig fixieren. Auch ein Platz in Topf zwei der EM-Gruppenauslosung (12. Dezember) wäre dann so gut wie fix. Nicht zuletzt deshalb forderte Marcel Koller von seinen Schützlingen allerhöchste Konzentration.

„Das ist kein Testspiel, sondern ein EM-Qualifikationsmatch. Wir haben auch eine Verpflichtung den anderen Mannschaften in der Gruppe gegenüber, uns nicht hängen zu lassen“, betonte der Schweizer. Zumal ja auch noch Montenegro Chancen auf eine EM-Teilnahme hat.

Die deutsche Liga ist attraktiv, das ist das Land des Weltmeisters.

Marcel Koller