Linz die Show gestohlen

Sport / 09.10.2015 • 22:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
20 Schüsse aufs Tor, keinen Gegentreffer erhalten – Florian Hardy sorgte in Linz für das erste Dornbirner Shut-out in dieser Saison. Foto: Gepa
20 Schüsse aufs Tor, keinen Gegentreffer erhalten – Florian Hardy sorgte in Linz für das erste Dornbirner Shut-out in dieser Saison. Foto: Gepa

Ein 3:0-Sieg gegen die Black Wings bringt Dornbirn auf Tabellenplatz fünf.

Linz. (VN-ab) Die Bulldogs lieferten in Linz eine starke Vorstellung ab. Der 3:0-Erfolg in Runde neun der Erste Bank Eishockeyliga war nicht nur der erste Erfolg ohne Gegentreffer in dieser Saison, sondern zugleich der erste Sieg der Messestädter in der Stahlstadt überhaupt. „Der Schlüssel war das Powerplay. Einerseits ließen wir das gegnerische Überzahlspiel nie wirklich zur Entfaltung kommen, andererseits fielen zwei unserer drei Treffer mit einem Mann mehr auf dem Eis“, sparte Bulldogs-Coach Dave MacQueen nicht mit Lob für seine Mannschaft. Die Dornbirner rückten damit auf Tabellenplatz fünf vor. Schon morgen folgt die nächste Bewährung, zum dritten Mal innerhalb in den letzten zwei Wochen heißt der Gegner Innsbruck.

Starkes Überzahlspiel

Sorgen hatten die Linzer mit den Dornbirnern in den bisherigen zwölf EBEL-Duellen äußerst selten. Elf Mal verließen die Oberösterreicher als Sieger das Eis. Den einzigen Erfolg holten die Gäste auf eigenem Eis in der Messehalle im November 2014. Wer deswegen zurückhaltende Bulldogs erwartete, der täuschte sich. Es wurde ab dem ersten Puckeinwurf frech nach vorne gespielt. Vor allem die Sturmreihe um Kyle Greentree tauchte öfters gefährlich vor Black-Wings-Goalie Mike Ouzas auf. In der Defensive ließen die Verteidiger rund um Jonathan D’Aversa vorerst nichts anbrennen. Zudem meisterte Dornbirn die einzige Unterzahlsituation in den ersten 20 Minuten problemlos und so ging es mit einem 0:0 in die Kabine.

Auch im zweiten Abschnitt waren es die Dornbirner, die mehr vom Spiel hatten. Den Lohn für die gute Arbeit verhinderte in der 33. Minute nur mehr die Stange, Matt Siddall war der Pechvogel. Eine Minute später hatte Jamie Arniel deutlich mehr Glück. Der Bulldogs-Stürmer zimmerte die Scheibe im 5:3-Überzahlspiel bedingungslos unters Lattenkreuz. Dornbirn versuchte sofort nachzusetzen und ließ sich trotz vehementer Black-Wings-Konter nicht aus dem Konzept bringen. So kam Matt Siddall in der 47. Minute zu seinem fünften Saisontor: aus kurzer Distanz ließ der Kanadier Linz-Goalie Ouzas keine Chance.

Hardy hält das Tor sauber

Die Oberösterreicher setzen nun alles auf eine Karte, doch Florian Hardy im Bulldogs-Tor zeigte sich fehlerlos und konnte seinen Kasten bis zum Ende sauber halten. Sein Gegenüber kassierte in der 57. Minute noch den dritten Gegentreffer: Niki Petrik stocherte die Hartgummischeibe zum verdienten 3:0-Erfolg ins Tor.