Ist Renault für Red Bull eine Option?

Sport / 11.10.2015 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Formel-1-Zar Bernie Eccelstone im Kaukasus-Mantel. Foto: ap
Formel-1-Zar Bernie Eccelstone im Kaukasus-Mantel. Foto: ap

Macht Dietrich Mateschitz einen Kniefall vor Renault?

Sotschi. (VN-dg) Das neueste Gerücht in der Formel 1: Die „Bullen“ sollen in ihrer Verzweiflung den Kniefall vor Renault machen, also jenem Motorenpartner, dem man schon vor Vertragsende gekündigt hat, weil die Erfolge ausblieben. Mercedes-Benz und Ferrari bleiben trotz Ecclestone-Intervention hart: „Wir werden Red-Bull-Racing nicht mit unseren Motoren beliefern.“ RBR bleiben also nur zwei Möglichkeiten: Entweder man rauft sich mit den Franzosen wieder zusammen, oder man zieht wie angedroht Red-Bull-Racing und Toro Rosso von der Formel-1-WM 2016 zurück.

Ob sich ein Dietrich Mateschitz das wirklich nachsagen lassen will, dass er auch ein schlechter Verlierer wäre? Wieso soll ein megaerfolgreicher Unternehmer eine Durststrecke aussitzen? Für Teams wie McLaren oder Williams ist der Rennwagenbau das Kerngeschäft. Für Red Bull besteht der Wunsch darin, Energy-Drinks zu verkaufen. Ein Mateschitz wird seine Drohung wohl wahrmachen, zumindest vielleicht einige Jahre aussetzen, so wie er es auch schon mit seiner Red-Bull-Air-Race-Serie praktiziert hat, um dann nach zwei, drei Jahren eventuell wieder zurückzukommen. Verschwörungstheoretiker glauben indes an folgende These: Das anhaltende Schlechtmachen des Sports und die scheinbare Machtlosigkeit in der Motorenkrise hätte Bernie Ecclestone angezettelt. Denn er versuche, wieder die Mehrheitsanteile von CVC Capital Partners abzuluchsen. Da komme es ihm durchaus entgegen, wenn eine Formel 1 in der Krise an Wert verliere.