Wolfurt feierte glücklichen Sieg

11.10.2015 • 18:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf der Sportanlage Haselstauden wurde bis zur letzten Minute gekämpft. Foto: stiplovsek
Auf der Sportanlage Haselstauden wurde bis zur letzten Minute gekämpft. Foto: stiplovsek

Hofsteig-Elf gewann durch ein Eigentor
gegen überlegene Dornbirner mit 1:0.

dornbirn. So grausam und auf der anderen Seite wunderschön kann Fußball sein. Das Spiel zwischen Dornbirn und Wolfurt bewies dies eindrucksvoll. Aus den letzten sechs Partien holte der Dornbirner SV 16 Punkte und liegt nur drei Zähler hinter Leader Admira Dornbirn. Nun beendete Wolfurt die Erfolgsserie der Haselstauder und machte seinerseits mit dem vierten Sieg in Folge einen großen Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz. Das Goldtor für die Hofsteig-Truppe schoss sich der Hausherr aber selbst: Unglücksrabe David Kirchmair (59.) spitzelte den Ball nach einem tollen Lochpass von Ibrahim Erbek ins eigene Tor.

Der Torriecher fehlte

Der Dornbirner SV hat sich die erste Heimpleite selbst zuzuschreiben: Julian Birgfellner (8.), Julian Schelling (22./33.), Paul Hartmann (30./39./43.) und Kevin Albrich (32.) ließen beste Einschussmöglichkeiten aus. Zweimal rettete
Wolfurt die Torumrandung vor einem Verlusttor: Ahmet Caner (76.) und der eingewechselte Rene Loacker (92.) trafen nur auf Aluminium. Zudem fand ein Tor von Goalgetter Julian Schelling (77.) wegen einem Handspiel keine Anerkennung. „Wir hätten Wolfurt mit einer Packung heimschicken müssen. Eine Stunde lang hat meine Mannschaft richtig guten Fußball gezeigt, aber das Toreschießen wurde vergessen“, war DSV-Coach Luggi Reiner enttäuscht. Bei den Haselstaudern machte sich das Fehlen von Mittelfeldregisseur Dejan Stanojevic vor allem nach
Seitenwechsel bemerkbar. Der 31-jährige Serbe laboriert an einem Meniskuseinriss, über einen möglichen operativen Eingriff wird in der kommenden Woche entschieden.

Eisele Erfolgsgarant

Seit Philipp Eisele in Wolfurt wieder die Doppelfunktion eines Spielertrainers ausübt, sind Tobias Neubauer und Co. auf die Erfolgsstraße zurückgekehrt. „In der Abwehr fehlte ein Dirigent“, so Eisele. In den letzten vier siegreichen Partien musste Standardgoalie Laurin Godula lediglich zwei Gegentreffer einstecken. Doch Spielertrainer Eisele ist sich nach dem zweiten 1:0-Sieg in Folge sicher: „Der Erfolg in Haselstauden war sehr glücklich. Mit unseren gefährlichen Kontern hätten wir das vorentscheidende zweite Tor erzielen können.“ Vor allem Tobias Neubauer (70.) und Einwechselspieler Sidinei de Oliveira (82.) vergaben zwei Hochkaräter. Nächsten Samstag spielt der DSV beim Schlusslicht aus Meinigen und hofft, dort wieder siegen zu können.

Der 1:0-Erfolg gegen Haselstauden war sehr glücklich.

philipp eisele