Ein Feuerwerk der Emotionen

12.10.2015 • 20:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Sorgten für die Treffer gegen Liechtenstein: Marko Arnautovic (l.) und zwei Mal Marc Janko (r.), der sein 50. Länderspiel bestritt. Foto: epa
Sorgten für die Treffer gegen Liechtenstein: Marko Arnautovic (l.) und zwei Mal Marc Janko (r.), der sein 50. Länderspiel bestritt. Foto: epa

3:0-Sieg zum Abschluss und Fußball-Österreich feiert seine Kicker-Lieblinge.

Wien. Eine Party mit Anlaufzeit – bei Österreichs 3:0-Sieg zum Abschluss der EM-Qualifikation gegen Liechtenstein fehlten anfangs einfach die Tore. Das änderte sich nach der Pause, was auch der Feierlaune der Fans im ausverkauften Happelstadion gut tat. Denn „Tage, wie diese“ erlebt Österreichs Fußball nicht alle Jahre. Am Ende war es ein Feuerwerk der Emotionen im rot-weiß-roten Fahnenmeer.

Früher Führungstreffer.

Auf Experimente hatte Teamchef Marcel Koller bewusst verzichtet. „Seine“ Elf sollte die Lorbeeren für die verrichtete Arbeit ernten. Der Dank des österreichischen Fußball-Volkes ist ihm gewiss. Sportlich war es erneut eine Erfahrung mehr, mit der Gewissheit im Rücken, das große Ziel bereits erreicht zu haben und auf dem Feld ein Bollwerk aus elf Spielern vor sich. Hohes Pressing, Direktspiel, aber auch Dribblings – so lautete das Rezept, um gegen die Spielermauer aus Liechtenstein zum Erfolg zu kommen. Deren Teamchef Rene Pauritsch hatte den Feldkircher Marcel Büchel als hängende Spitze aufgeboten und dafür auf Simon Kühne in der Anfangsformation verzichtet. Lange hielt das Bollwerk aber nicht, denn Martin Büchels Abwehrversuch endete mit einem Schuss gegen „Dribblanski“ Marko Arnautovic und von dessen Bein prallte das Leder ins Tor (12.). Österreich schoss auch in der Folge aus vollen Rohren, doch der überragende Peter Jehle im Tor der Gäste zeigte eine Glanzparade nach der anderen. Ob gegen David Alaba (18.), Zlatko Junuzovic (35./45.) – der 33-Jährige zeigte sich in seinem 115. Spiel von seiner besten Seite.

Janko, „Mister 50 Prozent“

Torjäger Marc Janko war es dann, der die Stimmung ein erstes Mal zum Sieden brachte. Drei Topchancen innert drei Minuten (54./56./57.), zwei davon „versenkte“ der 32-Jährige im Tor von Liechtenstein. Damit krönte der Basel-Legionär seinen 50. Länderspiel-Auftritt mit den Teamtreffern 24 und 25. Janko ist damit „Mister 50 Prozent), in jedem zweiten Länderspiel ein Tor – das sagt die Statistik.

Kurze Zeit später wurde ihm vom Teamchef der Abgangsapplaus gegönnt (64.), wie auch David Alaba. An der Überlegenheit änderte dies aber nichts, weil sich auch Marcel Sabitzer und Rubin Okotie schnell im Angriffswirbel zurechtfanden. Fast im Minutentakt wurden beste Einschussmöglichkeiten vergeben oder man scheiterte an der Torumrandung (Martin Harnik (67.), oder Jehle war wieder einmal Endstation. All das tat der Feierlaune aber keinen Abbruch, im Gegenteil: mit dem Schlusspfiff begann die große Party – „Oh, wie schön“ . . . und „Immer wieder Österreich“.

Es waren alle Spiele ausverkauft, es ist einfach überragend.

marco Arnautovic
Sorgten für die Treffer gegen Liechtenstein: Marko Arnautovic (l.) und zwei Mal Marc Janko (r.), der sein 50. Länderspiel bestritt. Foto: epa
Sorgten für die Treffer gegen Liechtenstein: Marko Arnautovic (l.) und zwei Mal Marc Janko (r.), der sein 50. Länderspiel bestritt. Foto: epa
Marcel Büchel kam als hängende Spitze zum Einsatz. Foto: gepa
Marcel Büchel kam als hängende Spitze zum Einsatz. Foto: gepa