Paszek und Haas im Doppelpass

Sport / 12.10.2015 • 22:11 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Barbara Haas und Tamira Paszek sind heute beim Heimturnier in Linz mit ihren Erstrundenpartien im Einsatz. Foto: Gepa
Barbara Haas und Tamira Paszek sind heute beim Heimturnier in Linz mit ihren Erstrundenpartien im Einsatz. Foto: Gepa

Vor dem Auftakt heute in Linz trafen sich Österreichs Nummer eins und zwei zum Essen.

Linz. (VN) Der „Österreicherinnen-Tag“ beim WTA-Turnier „Generali Ladies Linz“ ist schon zur lieben Tradition geworden. Tamira Paszek, die auf die Qualifikantin Stefanie Voegele (Sui) trifft, und Lokalmatadorin Barbara Haas, die gegen die Tschechin Barbora Strycova ins Jubiläumsturnier einsteigt, trafen sich zum gemeinsamen Essen – und sie sprachen dabei nicht nur über ihre große Leidenschaft Tennis.

Federer als Favorit

„Babsi“, sagte Tamira zur 19-jährigen Oberösterreicherin, „Fußball ist momentan ein großes Thema in Österreich. Bist du auch ein Fan?“ „Nein, ich bin leider kein Fußballfan, außer mein kleiner Bruder spielt. Ein Ländermatch schau ich mir natürlich schon an, wenn Österreich spielt.“ „Und mit wem würdest du gerne mal ein schönes Abendessen genießen?“ Die Antwort von Barbara Haas kam prompt: „Mit Roger Federer.“ Was Tamira von Babsi noch wissen wollte: „Wenn du eine Charity organisieren würdest: Wofür würdest du dich engagieren?“ „Ich würde Menschen mit Behinderungen unterstützen wollen“, verriet die Nummer 240 im WTA-Ranking.

Was Haas an Paszek fasziniert? Dass sie als 14-Jährige, vor zehn Jahren, schon so gut war und in Linz ihr erstes WTA-Turnier gespielt hat. Wäre das heutzutage noch möglich? „Eher nicht, denn Damentennis hat sich unglaublich rasant entwickelt, die Spielerinnen sind jetzt 17 oder 18 Jahre, wenn sie in die Tour einsteigen“, meinte Tamira Paszek, die auf die nächste Frage von Haas („Was isst du am liebsten und kochst du gern?“) antwortete: „Ich mag sehr gerne indische und thailändische Gerichte, und wenn ich daheim bin natürlich Hausmannskost. Ja, ich koche auch gerne, aber die feinen Rezepte hat mir mein Papa bisher nicht verraten, die behält er für sich.“ Man weiß, dass Tamira ein Faible für modische Accessoires hat. „Wie viele Handtaschen hast du denn“, fragte sie Haas. „Oh, keine Ahnung. Aber ich bin jetzt schon ruhiger geworden, auch was meine Vorliebe für Schuhe betrifft.“

Die Top 200 als Ziel

Und was erwartet sich Österreichs Nummer eins, Paszek (Nr. 213 der Welt), vom 25. Generali Ladies Linz? „Es geht gegen eine Qualifikantin, das ist nie leicht. Die hat dann schon drei Siege in Folge gefeiert, kennt die Bedingungen, hat Selbstvertrauen. Aber ich werde versuchen, meine Wildcard zu nutzen und aggressiv zu sein auf dem Platz.“

Paszeks Ziele für heuer: „Top-200. Heuer habe ich keine Punkte mehr zu verteidigen, es stehen inklusive Linz fünf Turniere an. Ich mache mir keinen Druck, es geht vielmehr darum, eine gute Startposition für nächstes Jahr zu haben.“