Bei Paszek überwiegt die Zuversicht

13.10.2015 • 20:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Linz ist kein guter Boden für Tamira Paszek – bei acht Teilnahmen kam sie nur zwei Mal ins Achtelfinale. Foto: apa
Linz ist kein guter Boden für Tamira Paszek – bei acht Teilnahmen kam sie nur zwei Mal ins Achtelfinale. Foto: apa

Erstrunden-Aus beim Tennisturnier in Linz – zwei Jahre ohne Einkommen.

Linz. Der erhoffte Achtelfinal-Einzug beim Heimturnier in Linz ist für Tamira Paszek nicht Realität geworden. Die 24-Jährige unterlag der Schweizer Qualifikantin Stefanie Vögele nach 1:24 Stunden mit 4:6, 5:7. Zehn Jahre nach ihrem ersten Auftritt auf der WTA-Tour ebenfalls in Linz („Als Kind war es vielleicht sogar leichter als jetzt“) mit erst 14, als sie gleich ihr erstes Tour-Match gewonnen hatte, lief es für Paszek nicht nach Wunsch. Nach ihrem achten Antreten beim Generali Ladies sieht die Bilanz ernüchternd aus: Nur 2005 und 2007 erreichte die am 6. Dezember 25 Jahre jung werdende Paszek hier ein Achtelfinale.

Zu passiv gespielt

„Im ersten Satz war ich ein bisschen zu passiv. Bei 4:4, 30:30 muss ich aktiver spielen. Gegen sie muss ich das Spiel diktieren“, konstatierte Paszek, die sich im zweiten Durchgang spielerisch gesteigert hat. „Da habe ich zu meinem Spiel gefunden.“ Nach einem Break zum 5:4 servierte Österreichs Nummer eins bzw. Nummer 213 der Welt auf den Satzausgleich. „Da habe ich mein Aufschlagspiel leider blöd begonnen“, erinnerte sich Paszek und führte das auch auf fehlende Matchpraxis zurück. Sie sei traurig, aber nicht niedergeschlagen, sagte Paszek. „Ich habe auf jeden Fall das Selbstvertrauen, dass die Richtung stimmt. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die Resultate kommen“, glaubt die Dornbirnerin. „Die letzten zwei Jahre zähle ich insofern nicht dazu, weil ich bei keinem einzigen Match körperlich hundertprozentig fit war. Seit Ende April bin ich ohne Beschwerden und es macht wieder mehr Spaß.“

Minus statt Plus

Die zweifache Viertelfinalistin von Wimbledon muss sich nun doch Gedanken machen, wie sie die nächste Zeit auch finanziell meistert. Darum will sich Paszek mit Trainer Larri Passos zusammensetzen. „Es ist halt auch nicht so einfach, das Ganze zu finanzieren. Die letzten zwei Jahre gab es gar kein Einkommen, sondern nur Minus – mal schauen, ob ich mir das Team erhalten kann und es für mich auch gesund ist und nicht als Druck wirkt“, gestand Paszek.

Paszek will in diesem Jahr noch zwei Turniere in Luxemburg und in Frankreich, sowie zwei weitere ITF-Turniere in Frankreich spielen. Wenn alles nach Plan läuft, dann könnte sie sich den Traum vom Olympiastart noch erfüllen. „Das ist eine Riesenmotivation für mich, dass es aufwärts geht. Es wäre wunderschön, wenn es klappt.“