Ein ganz bitterer Abend

Sport / 16.10.2015 • 23:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dustin Sylvester stört Andrew Kozek (r.), aber in der Overtime war der Linz-Stürmer der Sargnagel für seine ehemaligen Kollegen. Foto: gepa
Dustin Sylvester stört Andrew Kozek (r.), aber in der Overtime war der Linz-Stürmer der Sargnagel für seine ehemaligen Kollegen. Foto: gepa

Dornbirn machte den Linzern erneut das Leben schwer, verlor erst nach Verlängerung.

Dornbirn. (VN-ab) „So ein Spiel darf man nicht verlieren“, klagte Bulldogs-Coach Dave MacQueen nach der 0:1-Overtime-Niederlage gegen Linz. 48 zu 20 lautete die Schussstatistik zugunsten der Gastgeber, doch es waren die Stahlstädter, die als Sieger vom Eis gingen. In der 66. Minute versenkte ausgerechnet Ex-Dornbirn-Spieler Andrew Kozek die Scheibe. „Der Frust ist nur von kurzer Dauer. Wir haben gut gespielt und Linz über weite Strecken im Griff gehabt“, erklärte Stefan Häußle. „Morgen wartet Wien, mit dieser Leistung sind auch gegen die Capitals Punkte möglich.“ War der 3:0-Sieg in Linz im ersten Saisonduell eine einmalige Angelegenheit, oder hatten Niki Petrik und Co. das Zeug, innerhalb von einer Woche den Oberösterreichern nochmals die Punkte abzujagen? Beinahe die richtige Antwort lieferte Dornbirn-Stürmer Marek Zagrapan nach 30 Sekunden. Den Traumstart verhinderte aber Black-Wings-Torhüter Mike Ouzas mit einem starken Reflex. Die Gastgeber blieben am Drücker und erspielten sich durch Jamie Arniel (3.), Martin Grabher Meier (8.) und Philip Putnik (10.) weitere gute Möglichkeiten, doch Ouzas erarbeitete sich mit 19 abgewehrten Schüssen das Prädikat „unüberwindbar“. Sein Gegenüber Florian Hardy musste in Abschnitt eins lediglich sechsmal eingreifen. Damit ging es wie schon die Woche zuvor torlos in die erste Drittelpause.

Tormänner im Mittelpunkt

Linz wurde in weiterer Folge stärker, da sich beim Hausherrn einige Ungenauigkeiten einschlichen. Rob Hisey und Stefan Gaffal prüften Hardy, der aber souverän parierte. Der anfänglichen Unkonzentriertheit der Gastgeber folgte ab der 25. Minute eine erneute Bulldogs-Druckphase. Kyle Greentree, Matt Siddall oder Häußle waren nur einige der Schützen, die an Ouzas verzweifelten. Dann musste Robert Lembacher für vier Minuten auf die Strafbank, doch Hardy hielt gegen das stärkste Powerplay-Team der Liga einen Hochkaräter nach dem anderen. Nichts für schwache Nerven waren die letzten 20 Minuten. Beide Teams hatten mehrmals die Entscheidung am Schläger, doch die Hüter der Tore erwischten einen Sterntag. Damit ging es in die Overtime – mit dem bitteren Ende für Dornbirn.