Im Derby gab es 60 Minuten Vollgas

18.10.2015 • 20:41 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mit dem Treffer zum 1:0 in der achten Minute brachte Scott Barney den EHC im Derby gegen die VEU ins Rollen. Foto: Stiplovsek
Mit dem Treffer zum 1:0 in der achten Minute brachte Scott Barney den EHC im Derby gegen die VEU ins Rollen. Foto: Stiplovsek

Lustenau stoppte mit einem 4:3-Sieg die Erfolgsserie der Feldkircher in der INL.

Lustenau. (VN-ko) Mit der Ausnahme von vielleicht rosaroten Unterhosen gäbe es keine Geheimnisse zwischen den Mannschaften, hatte VEU-Trainer Michael Lampert vor dem Vorarlberger Derby gemeint. Er und sein Team waren dann aber doch über das Vollgas-Auftreten des EHC überrascht. Man sah sich genötigt, bereits in Minute elf und nach einem 0:2-Rückstand das Timeout zu nehmen. Lustenau beherrschte in den ersten 30 Minute das Geschehen in der Rheinhalle, dann übernahm Feldkirch das Spieldiktat. Bei einem Schussverhältniss von 41:23 (im letzen Drittel 18:3) zugunsten der Feldkircher war es am Ende Lustenaus Torhüter Patrick Machreich, der den 4:3-Erfolg festhielt.

Drei Tore in sechs Minuten

Der EHC gab im ersten Drittel mit forschem Forechecking und aggressivem Zweikampfverhalten die Schlagzahl vor. Scott Barney (8.) in Überzahl, Max Wilfan (11.) und Philipp Winzig (14.) münzten innerhalb von sechs Minuten die Überlegenheit auch in Tore um. Martin Mairitsch hielt die VEU mit einem Powerplaytor zum 1:3 (20.) im Spiel. Mit dem 4:1 (22.) von Thomas Auer schien für den Meister der Mist geführt. Weil man lange Zeit mit vier Sturmlinien gefahren war konnte Feldkirch zur Mitte des Spiels zulegen. Matic Jancar (33.) bei einer 5:4-Überlegenheit und Michael Novak, der nach einem Foul den zugesprochenen Penalty verwandelte, verkürzten auf 3:4 (37.). Die erste VEU-Niederlage der Saison war den starken Paraden von Goalie Machreich im letzten Spielabschnitt geschuldet. Neben dem Torhüter ragte Toni Saarinen, der an drei der vier EHC-Tore beteiligt war, beim Siegerteam heraus: „Wir haben ein sehr starkes erstes Drittel gespielt, dann zu viele Strafen genommen und am Ende zu passiv agiert“, meinte der Kapitän. „Patrick hat die letzen zehn Minuten sensationell gehalten.“

Man habe zu lange zu wenig Respekt gehabt, schmerzte Feldkirch-Coach Lampert die Niederlage. „Wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht einmal gerne beim Mensch-ärgere-Dich-nicht gegen meine Tochter verliere. Wir haben genau das Gegenteil von dem gemacht, was wir besprochen haben. Man muss dem EHC aber auch gratulieren.“ Übrigens: In 14 Tagen gibt es eine Derby-Neuauflage in der Vorarlberghalle.

Eishockey

Inter National League

Am Samstag spielten

EHC Alge Elastic Lustenau – Lorenz Lift VEU Feldkirch 4:3 (3:1, 1:2, 0:0)

Rheinhalle, 1971, SR Sporer, Angerer, Kivilaakso

Torfolge: 8. 1:0 Barney (5:4), 11. 2:0 Wilfan, 14. 3:0 P. Winzig, 20. 3:1 Mairitsch (5:4),

22. 4:1 Auer, 33. 4:2 Jancar (5:4), 37. 4:3 Novak (Penalty)

Strafminuten: 18 bzw. 10

EHC Alge Elastic Lustenau: Machreich; Kondrats, Wood, Wolf, Oraze, Rosinskis; P. Winzig, Wiedmaier, Barney, Saarinen, Wilfan, Auer, Oberscheider, Fritz, D. Haberl

Lorenz Lift VEU Feldkirch: Bock; Harand, Essmann, Jancar, Birnstill, Riener, Spannring, Grasböck; Maier, Mairitsch, Fekete, Puschnik, Stanley, Novak, Draschkowitz, Breuß, D. Winzig, Sticha, Samardzic, Vukoja

EK Zell am See – EHC Bregenzerwald 1:3 (0:0, 0:2, 0:1)

Zell, 811, SR Gruber, Bartl, Holzer

Torfolge: 21. 0:1 Lundstörm, 23. 0:2 Stadelmann, 46. 1:2 Franz (5:4), 50. 1:3 Duller

Strafminuten: 14 bzw. 14

HDD Jesenice – HK Celje 4:1 (0:0, 2:0, 2:1)

Jesenice, 600, SR Bajt, Bergant, Markizeti

Torfolge: 25. 1:0 Remar (5:4), 35. 2:0 Sodja, 46. 2:1 Ogrizek, 47. 3:1 Manfreda, 48. 4:1 Dolinsek

Strafminuten: 16 plus 10 Ejup bzw. 16

HK Slavija Laibach – EC Kitzbühel 4:3 n. P. (2:2, 1:1, 0:0)

Laibach, 130, SR Bulovec, Arlic, A. Lesniak

Torfolge: 3. 1:0 C. Snoj, 5. 1:1 Schraven (5:4), 8. 1:2 Ullrich (5:4), 16. 2:2 Sodrznik (5:3), 38. 3:2 C. Snoj, 40. 3:3 Echtler. Entscheidender Penalty: C. Snoj

Strafminuten: 22 bzw. 16

Tabelle

1. Lorenz Lift VEU Feldkirch 7 5 1 0 1 29:12 17

2. EHC Alge Elastic Lustenau 6 4 1 0 1 22:15 14

3. EHC Bregenzerwald 6 4 0 0 2 20:20 12

4. HDD Jesenice 7 4 0 0 3 28:22 12

5. HK Celje 6 3 0 0 3 18:20 9

6. EC Kitzbühel 6 2 0 1 3 17:22 7

7. HK Slavija Ljubljana 6 1 1 1 3 13:20 6

8. EK Zell am See 6 1 0 1 4 13:20 4

9. KSV Eishockey 6 0 1 1 4 14:23 3

Am Samstag spielen

EHC Lustenau – HK Celje (19.30 Uhr), Bregenzerwald – Kapfenberg (19.30 Uhr), Kitzbühel – VEU Feldkirch (19.30 Uhr), Slavija Laibach – Zell am See (19 Uhr)

Am Sonntag spielen

EHC Lustenau – Kapfenberg (17.00 Uhr), EHC Bregenzerwald – Celje (17.30 Uhr), Zell – Kitzbühel (17.30 Uhr)

Am Mittwoch spielen

Jesenice – Slavija Laibach (18 Uhr)