Austrias Kampf blieb unbelohnt

Sport / 20.10.2015 • 22:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Christopher Drazan (l.) gegen die Lustenauer Seifedin Chabbi und Emanuel Sakic. Foto: gepa
Christopher Drazan (l.) gegen die Lustenauer Seifedin Chabbi und Emanuel Sakic. Foto: gepa

LASK gewann dank Blitzstarts in die zweite Halbzeit gegen Lusten­au 2:1.

Pasching. Beinahe wäre das Erfolgsrezept von Lustenau-Trainer Lassad Chabbi im Auswärtsspiel gegen den LASK im Paschinger Waldstadion wieder aufgegangen. Wie beim 2:1 zu Hause verlangte die Austria mit Aggressivität, Pressing, Überzahl im Mittelfeld und schnellen Kontern dem Titelfavoriten alles ab.

Mit veränderter Aufstellung

Chabbi hatte seine zuletzt erfolgreiche Elf auf drei Positionen verändert und brachte mit Pius Grabher, Jodel Doussou und Seifedin Chabbi Tempo ins Spiel. Nur Zentimeter fehlten, dass sich diese Umstellungen schon in der vierten Minute auszahlten: Nach einem Konter ging Dossous Kopfball nur an die Latte. Im anderen Strafraum hatte die Austria in der 18. Minute Glück: Peter Haring brachte den durchgebrochenen Nikola Dovedan zu Fall, Schiedsrichter Alan Kijas ließ aber weiterspielen. Lustenau zwang dem LASK ein zerfahrenes Spiel auf, in dem es mit viel Tempo hin und her ging. Chancen ließ die Austria vor allem bei Standards zu: Torhüter Christopher Knett rettete unorthodox mit dem Fuß, als Reinhold Ranftl nach einem Freistoß aus kurzer Distanz den Kopfball platzierte (29.), Julian Wießmeier rettete im letzten Moment vor Ranftl (35.), Ione Cabreras Kopfball ging ebenso knapp daneben (43.) wie jener von Ranftl (45.). Bei der Austria war es in der 40. Minute Dossou, der nach Wießmeiers Flanke mit dem Kopfball das Tor verfehlte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Lustenau für wenige Minuten dem Druck des LASK nichts entgegenzusetzen – und es fielen beide Gegentore. Zuerst wurde ein Schuss von Peter Michorl an die Latte abgefälscht, Dovedan nickte zum 1:0 ein (47.) – das Tor war regulär, obwohl die Lustenauer Abseits protestierten. Knett hielt noch einen Schuss von Manuel Kerhe (52.), nach der zweiten Aktion des Linzers stand es 2:0 (54.): Sein Querpass in den Strafraum wurde ins Tor abgefälscht. Kijas erkannte Ranftl als Torschützen, aber auch Peter Haring und René Gartler könnten dem Ball die entscheidende Richtungsänderung gegeben haben.

Die Austria ließ sich nicht entmutigen: Vom Anstoß weg fiel das 1:2. Chabbi legte perfekt ab, Dossou verwertete. Der Ausgleich gelang aber nicht, bei der einzigen Chance schoss Chabbi drüber (79.), im Gegenzug hatte Knett beim Schuss von Christopher Drazan Mühe.

Am Ende taten der Austria zwei Rückschläge fast mehr weh als die Niederlage: Verteidiger Emanuel Sakic humpelte in der 77. Minute verletzt vom Feld, in der 94. Minute sah Wießmeier auch noch Rot. Mario Reiter war rücksichtlos eingestiegen, Wießmeier stützte sich im Fallen auf Reiter auf, was Kijas als Tätlichkeit wertete.