Kozina sammelt jetzt Punkte in Flensburg

20.10.2015 • 20:56 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Heute absolviert Kresimir Kozina seinen ersten Einsatz im Trikot der SG Flensburg-Handewitt im Heimspiel gegen Lemgo. Foto: Jan Kirschner
Heute absolviert Kresimir Kozina seinen ersten Einsatz im Trikot der SG Flensburg-Handewitt im Heimspiel gegen Lemgo. Foto: Jan Kirschner

Kroate wechselt zum 2014-Champions-League-Sieger. Alpla HC Hard im Europacup gegen Minsk.

Hard. (VN-jd) Des einen Freud ist des anderen Leid. Die SG Flensburg-Handwitt ist eine der Topadressen im weltweiten Männerhandball und seit gestern offziell neuer Arbeitgeber von Kresimir Kozina. Der 25-jährige Kroate hatte in den letzten drei Saisonen mit insgesamt 279 Toren in 75 Spielen großen Anteil an den drei Titelgewinnen des Alpla HC Hard in der Handball-Liga Austria. „Es ist eine große Ehre für mich, nun bei Flensburg spielen zu dürfen. Es war immer mein Ziel, einmal in der deutschen Bundesliga zu spielen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ljubo und auf die Fans in der Flens-Arena.“ Möglich wurde der Transfer durch die langfristigen Verletzungen von Jacob Heinl und Andres Zachariassen. Dadurch hatte der Champions-League-Sieger von 2014 mit Henrik Toft Hansen nur noch einen etatmäßigen Kreisläufer und war durch die Dreifachbelastung mit Liga, Cup und Champions League gezwungen, zu handeln. Bereits heute wird Kozina im Heimspiel gegen Lemgo sein Debüt in der Campus-Arena geben. Im Europacup ist er bedingt durch seinen Einsatz für Hard erst ab der Hinrunde spielberechtigt.

Der Kreisläufer, der vertraglich noch bis Ende der Saison an die Roten Teufel gebunden war, nützte eine 2013 fixierte Ausstiegsklausel, verbunden mit einer vertraglich fixierten Ablösesumme. „Natürlich ist es für uns aus sportlicher, aber auch menschlicher Seite, ein extrem herber Verlust. Kresimir ist ein Typ von Spieler, den man sich wünscht. Er ist, egal ob Training oder Spiel, stets mit 100 Prozent bei der Sache und ist auch abseits des Parketts ein Legionär, wie man es sich nur wünschen kann“, betont Hard-Sportchef Thomas Huemer.

Herburger und Dilys gefordert

Im Lager des fünffachen HLA-Titelträgers ist man bemüht, möglichst schnell einen Ersatz zu finden. „Wir werden den Markt in den nächsten Tagen und Wochen ganz genau sondieren und dann eine Entscheidung treffen. Allerdings wird es sehr schwer sein, einen adäquaten Ersatz zu finden“, so Huemer. Vorerst einmal sollen Lukas Herburger und der zu Saisonbeginn zum Kreisläufer umfunktionierte 19-jährige Daugirdas Dilys den Part erfüllen.

Im Europacup gegen Minsk

Am Tag des Abgangs von Kozina erfolgte auch die Auslosung der dritten Runde (letzte 32 Teams) im EHF-Cup. Die Roten Teufel treffen dabei auf den SKA Minsk. Das Hinspiel findet am 21. November in Hard statt, das Rückspiel eine Woche später in Weißrussland. „Es hätte sicher attraktivere Gegner gegeben. Doch wir müssen die Sache so akzeptieren und versuchen, das Beste aus der Sache zu machen“, lautete der erste Kommentar von Coach Markus Burger.