Özcan vermisst Respekt

21.10.2015 • 20:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Szene, die durch Daniel Didavi (l.) zum Siegtor führte, rechts FCI-Goalie Ramazan Özcan. Foto: epa
Die Szene, die durch Daniel Didavi (l.) zum Siegtor führte, rechts FCI-Goalie Ramazan Özcan. Foto: epa

ÖFB-Teamgoalie glaubt, dass so
mancher SR-Pfiff in der Bundesliga gegen Ingolstadt ausfällt.

Ingolstadt. (VN-cha) Torhüter Ramazan Özcan vom FC Ingolstadt sieht den Bundesliga-Aufsteiger nach den ersten Spieltagen durch die Schiedsrichter ungerecht behandelt. „Es ist schon so, dass wir uns unseren Respekt noch erarbeiten müssen“, sagte der viermalige österreichische Fußball-Nationalspieler dem „Donaukurier“. Anlass für die Diskussion war das irreguläre Siegtor von Daniel Didavi am vergangenen Sonntag bei der 0:1-Niederlage von Ingolstadt in Stuttgart.

Verwarnung angedroht

Der 31-jährige Vorarlberger war nach dem Treffer zu Linienrichter Markus Schüller gelaufen und habe ihm geschildert, dass er drei Spieler vor sich im Abseits gesehen habe. Dieser habe nicht reagiert. „Er war, sagen wir mal, sehr überzeugt von seiner Sichtweise“, erklärte der Schlussmann aus Götzis, dem daraufhin gleich eine Verwarnung angedroht wurde.

Der Torwart ist fest davon überzeugt, dass dies anderen Vereinen und Spielern in einer solchen Situation nicht passiert wäre: „Ja glauben Sie, wenn der Manuel Neuer zum Linienrichter hinrennt, sagt der: „Jetzt gehen Sie weg, sonst gibt es eine Karte!“? Ich glaube eher, dass er dann zurückzuckt. Das ist nach meinem Gefühl schon ein Unterschied“, meinte Özcan. Für ihn war die Partie in Stuttgart die nunmehr 16. in der höchsten deutschen Spielklasse. In diesen – je acht für Ingolstadt und Hoffenheim – kassierte er insgesamt 17 Gegentore. In der laufenden Saison musste er erst drei Mal hinter sich greifen, immerhin fünf Partien blieb er ohne Gegentreffer.Das nächste Spiel bestreiten die Schanzer am Samstag zu Hause gegen die Hertha.

Wir müssen uns unseren Respekt noch erarbeiten.

Ramazan Özcan