Erster Ansturm auf ein Ticket für Olympia 2016

22.10.2015 • 18:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nach zahlreichen Verletzungen hat sich die Hartnäckigkeit von Olivia Jochum bezahlt gemacht, denn die Dornbirnerin ist bei der WM dabei. ÖFT
Nach zahlreichen Verletzungen hat sich die Hartnäckigkeit von Olivia Jochum bezahlt gemacht, denn die Dornbirnerin ist bei der WM dabei. ÖFT

Elisa Hämmerle führt Ländle-Quartett bei Kunstturnen-WM in Glasgow an.

Glasgow. (VN-jd) Die Weltmeisterschaft ab heute in Glasgow bietet der internationalen Elite im Kunstturnen die erste Chance auf die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro. Insgesamt sind über 600 Aktive aus 91 Nationen beim Championat im Einsatz. Aus heimischer Sicht macht die sechsköpfige rot-weiß-rote Frauenriege heute in der zweiten von zwölf ausgelosten Startgruppen von 12.30 bis 14.30 Uhr den Auftakt. Am Sonntag sind dann ab 21 Uhr die drei ÖFT-Männer zum Abschluss des ersten von zwei Qualifikationstagen an der Reihe.

Teamleistung im Vordergrund

Der Fokus des Sextetts Elisa Hämmerle (19, TS Jahn Lustenau), Olivia Jochum (17, TSZ Dornbirn), Marlies Männersdorfer (18, TS Jahn Lustenau), Erja Metzler (16, ASTV Walgau) Jasmin Mader (Tirol) und Lisa Ecker (Oberösterreich) liegt auf der gemeinsamen Teamleistung. Dass überhaupt eine Equipe gestellt werden kann, ist dem 22. Platz im Teambewerb der Vorjahres-WM in Nanning in China zu verdanken. Nur die Top 24 dürfen nun in Schottland eine komplette Truppe stellen.

Das hat auch den Vorteil, dass zwei Österreicherinnen fix bei der letzten Olympia-Qualifikationschance beim Rio-Testevent im April dabei sein werden. „Wir setzen auf Genauigkeit und Präzision, dann ist die Fortsetzung unseres Aufschwungs möglich“, sagte ÖFT-Sportdirektorin Eva Pöttschacher in ihrem WM-Ausblick. „Wir sehen die Chance, uns punktemäßig und hoffentlich auch in der Platzierung erneut zu steigern.“ Erklärte Favorit­innen im ÖFT-Team sind Mehrkampf-Staatsmeisterin Ecker und Hämmerle. Letztere nimmt zum vierten Mal in Serie an einem Championat der Federation International Gymnastics (FIG) teil und konnte sich 2013 bei der Europameisterschaft in das Mehrkampffinale einziehen.

Im Gegensatz dazu liegt das Augenmerk der Oberösterreicher Lukas Kranzlmüller und Fabian Leimlehner sowie des Steirers Vinzenz Höck auf den persönlichen Mehrkampfleistungen. Als WM-27. 2014 war ein Glasgow-Teamplatz verpasst worden. Nun geht es um einen Platz beim Rio-Testevent, die 24 besten Länder hinter den 24 im Teambewerb vertretenen Nationen sind dabei. Am ehesten zuzutrauen ist dies Leimlehner, der 2012 in London den Bann gebrochen hatte und als erster ÖFT-Aktiver seit 1960 bei Olympischen Spielen am Start war.