Kappaurer, Hirschbühl, Mathis mit Sölden-Ticket

22.10.2015 • 20:40 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Marcel Mathis ist beim Weltcup-Saisonauftakt in Sölden bereits zum fünften Mal am Start, für Christian Hirschbühl ist es die Premiere. Foto: GEPA/privat
Marcel Mathis ist beim Weltcup-Saisonauftakt in Sölden bereits zum fünften Mal am Start, für Christian Hirschbühl ist es die Premiere. Foto: GEPA/privat

„Gut Ski fahren.“ Das ist das Ziel der Vorarlberger Teilnehmer beim Weltcup-Auftakt.

Sölden. Mit einer Debütantin und zwei etwas erfahreneren „Hasen“ ist Vorarlberg bei der Weltcup-Saisoneröffnung am Wochenende in Sölden dabei. Elisabeth Kappaurer, Marcel Mathis und Christian Hirschbühl stehen in den Aufgeboten des ÖSV für die Riesentorläufe am Samstag und Sonntag.

Einen großen Schritt gemacht

Mit der Erfahrung von vier Weltcuprennen geht Christian Hirschbühl seinen ersten Riesentorlauf in der Königsklasse an. Der 25-jährige vom SV Riefensberg war in der letzten Saison viermal bei Weltcupslaloms am Start, konnte aber keinen beenden. „Wenn mir zu Jahresbeginn jemand gesagt hätte, ich würde im Herbst in Sölden am Start sein, hätte ich den ausgelacht,“ ist Hirschbühel selbst ein wenig überrascht. „Allerdings habe ich auch hart gearbeitet, in meiner Entwicklung einen großen Schritt gemacht“, blickt er auf das letzte halbe Jahr zurück. „Ich musste mich nach einer schweren Verletzung zurückkämpfen, bin immer geduldig geblieben. Das hat sich jetzt ausgezahlt.“ Hirschbühl trainierte bis gestern im Schnalstal, zusammen mit Romed Baumann, Manuel Feller und auch Marcel Hirscher. „Ich war überrascht, dass ich bei den Zeitläufen so nah an den besten dran bin.“ Darum heißt das Ziel für den Sonntag auch: „Gut Ski fahren und meine Trainingssleistungen bestätigen.“

Auf die Erfahrung von 32 RTL-Weltcupstarts blickt Marcel Mathis, der für den nicht fitten Matthias Mayer ins Starterfeld aufrückte, zurück. 15 Mal gab es dabei für den 23-Jährigen Hohenemser Punkte, in Bansko und Schlad­ming fuhr er 2012 jeweils dritte Ränge heraus. 2011 und 2014 konnte sich Mathis in Sölden nicht qualifizieren, 2012 und 2013 kam er auf die Ränge 12 und 16. „Ich habe nicht direkt auf den Riesentorlauf in Sölden hintrainiert. Aber wenn ich meine Leistung von der Vorbereitung abrufen kann, wäre ich sehr zufrieden.“

Kappaurer fühlt sich wohl

Lisi Kappaurer kommt mit der Empfehlung eines Sieges vom FIS-Riesentorlauf in Treble Cone (Nzl) im August auf den Rettenbachferner. Die 21-jährige Bezauerin bringt bei ihrer Weltcup-Premiere die Erfahrung von 54 Europacupstarts mit. „Ich freue mich riesig“, sieht Kappaurer aufgestellt dem Rennen entgegen. „Noch dazu fahre ich praktisch vor der Haustüre, das ist megacool.“ Die Bregenzerwälderin kennt den Hang, war im Vorjahr als Vorläuferin am Start. „Die Trainer durften mir die Zeit nicht sagen, aber ich soll ganz gut dabei gewesen sein. Ich denke, die Strecke liegt mir.“

Ich will gut Ski fahren und bin megaglücklich, wenn ich es runterbringe.

eLISABETH kAPPAURER