Altach will als Mannschaft „stechen“

23.10.2015 • 20:34 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Zuletzt fehlte der kollektive Zusammenhalt, in Mattersburg heißt es: Teamgeist zeigen.

Altach. Für den Trainer war die Situation absehbar, die Heftigkeit aber hat selbst Damir Canadi überrascht. Nach einem zweieinhalbjährigen Höhenflug befindet sich die Mannschaft des Cashpoint SCR Altach in einer „Findungsphase“. Dazu diente diese Woche auch eine kritische Aufarbeitung der „ersten Halbzeit von Graz“. Dies beinhalte laut Canadi auch die gedankliche Trennung von der so erfolgreichen jüngsten Vergangenheit. Die Spieler jedenfalls hätten sich in der Analyse der Situation auch überaus selbstkritisch gezeigt.

Die wichtigste Erkenntnis war jene, dass Altach vor allem als Mannschaft stark ist. Weniger als Individualisten auftreten, vielmehr wieder den sprichwörtlichen Teamgeist beschwören. In Mattersburg jedenfalls will man wieder als Kollektiv auftreten. Die Frage aller Fragen war: „Was wollen wir als Mannschaft erreichen und wie wollen wir es erreichen?“ Die Spieler, so Canadi weiter, hätten gezeigt, dass sie bereit sind, für dieses Ziel hart zu arbeiten.

Keine optimale Trainingswoche

So konstruktiv, fordernd und zukunftsorientiert die Aussprache verlief, die Trainingswoche selbst bezeichnete Canadi als „nicht gut“. Grund dafür waren vor allem die vielen verletzungsbedingten Absenzen. Verkühlungen taten das Ihre hinzu, sodass anfangs der Woche nur mit einem Kleinkader das Trainingsprogramm durchgezogen werden konnte.

Das hat sich vor dem siebten Liga-Spiel auf fremdem Platz in dieser Saison zum Positiven verändert. Zwar fehlt mit Louis-Clement Ngwat-Mahop, Hannes Aigner, Jan Zwischenbrugger, Andreas Lienhart, Benedikt Zech und Boris Prokopic heute im Burgenland ein Sextett, doch an der Zielsetzung ändert dies nichts. Das Punktekonto soll im Duell der beiden letzten Bundesliga-Aufsteiger steigen. Dazu werde es notwendig sein, diszipliniert aufzutreten. „Mattersburg hat Spieler mit Geschwindigkeit“, weiß Canadi. Das „Gegenmittel“ jedoch wollte er im Vorfeld nicht verraten.

Der Weg der Weiterentwicklung der Mannschaft hängt für Altachs Coach aber nicht vom Spiel im Burgenland ab. Diesbezüglich gehen seine Vorstellungen schon über den Herbst hinaus. Jetzt, so Canadi, sei es wichtig, dass wieder ein gemeinsames Ziel vorherrsche. Diesem müssten sich alle Spieler unterwerfen.

Sicher nicht unterschätzen

Beim Gegner haben die „zwei Gesichter“ der Altacher vom Sturm-Spiel ein wenig Kopfzerbrechen verursacht. „Grundsätzlich ist Altach ein spielerisch gutes Team, das in der Offensive gefährlich ist“, sinnierte Ivica Vastic. „Zuletzt beim Gastspiel in Graz aber haben sie zwei völlig verschiedene Gesichter gezeigt, und deshalb sind sie nur sehr schwer einzuschätzen.“ Dennoch ist Mattersburgs Coach optimistisch für seine Mannschaft. „Doch wie es auch kommen mag, unser Team wird auf alles vorbereitet sein. Unterschätzen darf man in dieser Liga so oder so niemanden.“

Ganz wichtig ist, dass wir wieder als Team auftreten.

Damir Canadi

Team-News

SV Mattersburg

Aufstellung (4-3-2-1): Kuster; Höller, Malic, Mahrer, Maksimenko; Perlak, Jano, Prietl; Farkas, Onisiwo; Pink

Ersatz: Borenitsch; Rath, Ertlthaler, Sprangler, Bürger, Templ, Grgic, Röcher

es fehlen: Novak (Meniskusriss), Doleschal (Adduktoren), Ibser

Cashpoint SCR Altach

Aufstellung (4-2-3-1): Lukse; Jäger, Ortiz, Alexander Pöllhuber, Schilling; Roth, Netzer;
Patrick Salomon, Hofbauer, Schreiner; Harrer

Ersatz: Kobras; Tajouri, Daniel Luxbacher, Tajouri, Seeger, Galvão, Barrera

es fehlen: Zech (Bänderriss), Zwischenbrugger (Hüftbeuger), Lienhart (Fersensporn), Ngwat-Mahop (Muskel), Aigner (Knie), Prokopic (Adduktoren)