Belohnung für Angriffsfurioso

23.10.2015 • 21:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Jodel Dossou (im Bild links gegen Armin Hamzic) war ein absoluter Aktivposten bei der Austria. Fotos: gepa
Jodel Dossou (im Bild links gegen Armin Hamzic) war ein absoluter Aktivposten bei der Austria. Fotos: gepa

Beherzte Austria feiert verdienten 2:1-Erfolg im Westderby gegen Tabellenführer Wacker.

Lustenau. Die Austria und ihr Reichshofstadion – das bleibt in der laufenden Saison weiter ein Mysterium. Nach einigen Niederlagen in dieser Saison bot man im Westderby gegen Innsbruck eine ganz starke Leistung und feierte im achten Heimspiel dieser Saison den vierten Sieg – 2:1.

Auf vier Positionen veränderte Trainer Lassaad Chabbi seine Anfangsformation, in Bezug auf Emanuel Sakic nicht ganz freiwillig. Meniskusprobleme machen dem Außenverteidiger zu schaffen. Am „Turbofußball“ à la Chabbi aber änderte das nichts. Allerdings blieben auch die Probleme anfangs dieselben. Zu hektisch im Spielaufbau, keine Ruhe am Ball und vor dem Tor ohne Effizienz. Dabei machten die Grün-Weißen dem Tabellenführer mächtig Feuer unterm Hintern. Unentwegt suchten die Heimischen den Weg in Richtung Innsbrucker Tor.

Beste Waffe hierfür waren die Schnelligkeit von Jodel Dossou oder nach der Pause auch die Übersicht von Torjäger Julian Wießmeier. Vor dem Gehäuse aber blieb man dennoch lange Zeit stumpf. So vergab Thiago gleich zwei Mal in allerbester Position – vor der Pause mit dem Kopf (32.), kurz nach Wiederbeginn (48.) mit dem Fuß.

Weil man sich zudem in der Anfangsphase an der Strafraumgrenze von Wackers Alexander Riemann einmal düpieren ließ, lag man früh mit 0:1 zurück (14.). Justament passierte dieser Gegentreffer kurz nach dem Eintreffen der gut 200 Wacker-Fans, die auf dem Weg nach Vorarlberg aufgrund einer Staubildung nach einem Unfall verspätet (10.) eintrafen. Die Heimischen aber „schluckten“ den Rückschlag und blieben ihrem Offensivdrang treu. Ganz nach dem Motto: Wir glauben an uns!

Endlich die Belohnung

Viel Aufwand, wenig Ertrag – kaum eine Mannschaft in der Liga versucht so vehement den Angriffsfußball durchzuziehen wie die Austria. So wirklich belohnen sich die Spieler aber nicht immer, weil man in der Nähe des gegnerischen Tores einfach die Leichtigkeit verliert. Nicht so im Westderby – auch dank Wießmeier. Absolut abgeklärt, wie der 22-jährige Spielmacher der Grün-Weißen nach einem Lochpaß von Bruno in der 59. Minute den Ausgleich erzielte.

Die Austria witterte Morgenluft, blieb am Drücker, stets den Fokus auf den Siegtreffer gerichtet. Angriff um Angriff rollte weiter Richtung Gästetor. Unermüdlich lief die Angriffswelle der Hausherren, Innsbruck hatte keine Antwort mehr. Umso mehr als nach einem herrlich getretenen Freistoß von Daniel Sobkova der 22-jährige Peter Haring mit seinem ersten Liga-Treffer für die Austria den viel umjubelten Siegtreffer per Kopf beisteuerte. Ein Erfolg der Konsequenz, des Willens und der Beharrlichkeit.

Austria-Schlussmann Christopher Knett (l.) rettet vor Wacker-Goalgetter Thomas Pichelmann.
Austria-Schlussmann Christopher Knett (l.) rettet vor Wacker-Goalgetter Thomas Pichelmann.