Ex-DFB-Chef Zwanziger bestätigt schwarze Kasse

23.10.2015 • 20:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Schwarzach. In der Affäre um die WM 2006 in Deutschland hat der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger erstmals die Existenz einer schwarzen Kasse bestätigt. Im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ erklärte er: „Es ist eindeutig, dass es eine schwarze Kasse in der deutschen WM-Bewerbung gab.“ Zwanziger, früher auch Finanzchef des WM-Organisationskomitees, ging dazu noch seinen Intimfeind Wolfgang Niersbach frontal an. Es sei „ebenso klar, dass der heutige DFB-Präsident davon nicht erst seit ein paar Wochen weiß, wie er behauptet, sondern schon seit mindestens 2005. So wie ich das sehe, lügt Niersbach.“ Kurz davor hatte das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes seinem amtierenden Chef Rückendeckung gegeben. Der will auch nicht zurücktreten. Im Zentrum der Affäre steht eine Zahlung von 6,7 Mill. Euro, die an den Katarer Mohamed Bin Hammam, von 1996 bis 2011 Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees und damals Unterstützer von Joseph S. Blatter, geflossen sei. Sollte das stimmen, hätte der DFB in jenem Jahr den Wahlkampf des mittlerweile gesperrten Blatter finanziert.