Honda als neuer Rettungsanker

Sport / 23.10.2015 • 22:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nico Rosberg gelang im ersten Training in Austin auf nasser Strecke die schnellste Runde. Foto: ap
Nico Rosberg gelang im ersten Training in Austin auf nasser Strecke die schnellste Runde. Foto: ap

Red Bull ein Jahr mit den Japanern? Eccle-stone hat die Fäden gezogen.

Austin. Auf der immer knapper werdenden Suche nach neuen Motoren wird das Red-Bull-Formel-1-Team nun auch mit Honda in Verbindung gebracht. Laut „auto motor und sport“ könnten die Österreicher 2016 als Übergangsjahr mit den Antrieben des derzeit exklusiv bei McLaren engagierten japanischen Herstellers fahren. Für die Jahre danach, so wird spekuliert, habe Red Bull bereits andere Lösungen im Köcher.

Variante Nummer vier

Nach den Absagen von Mercedes und Ferrari an Red Bull ist seit Kurzem auch der ohnehin eher unwahrscheinliche Verbleib beim aktuellen Motorenpartner Renault wohl endgültig vom Tisch, nachdem Pilot Daniel Ricciardo auch die jüngste Ausbaustufe des V6-Renault-Turbos kritisiert hatte. Red Bull hatte nach vielen erfolgreichen Jahren und vier WM-Titeln in Folge wegen permanenter Unzufriedenheit den Vertrag mit den Franzosen spätestens im September vorzeitig gekündigt.

Bernie Ecclestone soll im Hintergrund die Fäden gezogen haben und Honda bzw. McLaren die Versorgung von Red Bull mit Antrieben schmackhaft gemacht haben soll. Damit würden die in die Königsklasse zurückgekehrten Japaner im zweiten Jahr ein zweites Team ausrüsten. 2016 würden 22 Autos am Start sein, hatte Ecclestone versichert, obwohl Red Bull seine Ausstiegsdrohung für den Fall, dass 2016 keine konkurrenzfähigen Motoren zur Verfügung stehen, bisher nicht zurückgenommen hat.

Toro Rosso mit Ferrari

Für Honda wäre es ein Vorteil, ein zweites und vor allem ressourcenstarkes Team als Referenz für die Entwicklung des bisher eher schwachen und fehleranfälligen Triebwerks zu haben. RB-Schwesterteam Toro Rosso soll hingegen mit 2015er-Ferrari-Antrieben fahren.