Brignone holte Versäumtes nach

Sport / 26.10.2015 • 21:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ein Traum wurde wahr! Die Schlagzeile von Mutter Rosa Maria Quario, Ex-Rennläuferin und Journalistin, über Tochter Federica Brignone. Foto: Gepa
Ein Traum wurde wahr! Die Schlagzeile von Mutter Rosa Maria Quario, Ex-Rennläuferin und Journalistin, über Tochter Federica Brignone. Foto: Gepa

Debüt-Sieg für die Italienerin in Sölden – Brem als Achte beste ÖSV-Dame.

Sölden. Neues Siegergesicht beim ersten Weltcuprennen der Ski-Saison 2015/2016: Federica Brignone verwies in Sölden bei ihrem Premierenerfolg Vorjahressiegerin Mikaela Shiffrin um 0,85 Sekunden und Tina Weirather um 1,25 auf die weiteren Stockerlplätze. Aus rot-weiß-roter Sicht war das Ergebnis ernüchternd, Eva-Maria Brem wurde als Beste Achte.

Vor den Augen ihrer Familie, darunter Mutter und Ex-Läuferin Maria-Rosa Quario („Dieser Sieg ist befreiend!“), konnte die 25-jährige Brignone den ersten Sieg beim 99. Weltcup-Antreten noch nicht recht fassen. „Ich verstehe nicht, was da jetzt abgeht. Es ist wunderbar! Ich war sehr nervös, aber nach dem ersten Durchgang habe ich mir gesagt, ‚fahr einfach runter‘, und das habe ich versucht.“ 2011 hatte sie in Sölden bereits einmal zur Halbzeit geführt, schied dann aber aus.

Die Sicherheit fehlte

Wenig zu lachen hatten die Österreicherinnen. Offensichtlich wurde, dass die ÖSV-Damen im Riesentorlauf nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Anna Fenninger und dem Rücktritt von Kathrin Zettel einer schwierigen Saison entgegenblicken. Brem, die mit starker Verkühlung am Start war, war vom Stockerl weit entfernt. Im ersten Durchgang fuhr sie „ein bisschen zu viel in der Gegend herum“. Im zweiten versuchte sie viel zu riskieren („mehr am Limit“), im Steilhang fehlte aber noch ein bisschen die Sicherheit. Elisabeth Kappaurer verpasste als 33. den zweiten Lauf knapp: „Ein Super-Gefühl im Steilhang motiviert für die nächsten Wochen“, schrieb die Bezauerin auf Facebook. „Was sind denn schon neun Hundertstel . . .“