Das FIFA-Wahlkarussell nimmt an Fahrt auf

26.10.2015 • 21:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mit „Plan B“ zum Wahlsieg, die UEFA fürchtet um ihre Macht im Fußball-Weltverband.

Zürich. UEFA-„General“ Gianni Infantino soll den taumelnden Weltverband aus der Krise führen und Nachfolger von Joseph S. Blatter als FIFA-Boss werden. So jedenfalls stellt sich Europas Verband UEFA den „Plan B“ vor. Die Aktien von Wunschkandidat Michel Platini sind nämlich weiter im Sinken.

Nun einigten sich die Exko-Mitglieder der UEFA nach einer Telefonkonferenz auf eine Kandidatur ihres amtierenden Generalsekretärs. Um Mitternacht war die Bewerbungsfrist für die Wahl am 26. Februar 2016 abgelaufen.

Auf alle Bewerber wartet ein Integritätscheck. Dieser soll aber nicht durchgeführt werden, wenn ein Kandidat gesperrt ist. Das ist das Problem von Platini, denn ein Freispruch des Franzosen im Ethikverfahren wäre eine große Überraschung. Der erste seiner zwei Einsprüche ist bereits abgelehnt worden.

Ganz offenbar rechnet der europäische Verband demnach nicht damit, dass Platini – sollte seine 90-Tages-Sperre nicht weiter verlängert werden – den Integritäts-Check der Wahlkommission bestehen und den bahrainischen Scheich Salman bin Ibrahim al-Khalifa herausfordern wird. Gegen den Adligen, Präsident der asiatischen Konföderation AFC, soll allerdings bereits die FIFA-Ethikkommission ermitteln. Der Vorwurf gegen das Exekutivmitglied lautet: Anfangsverdacht auf Verletzung von Menschenrechten.