Mit Hängen und Würgen

26.10.2015 • 22:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Artistische Flugeinlage von Hard-Kreisläufer Lukas Herburger. Foto: Hofmeister
Artistische Flugeinlage von Hard-Kreisläufer Lukas Herburger. Foto: Hofmeister

Meister Alpla HC Hard feiert gegen Schlusslicht Linz mühevollen 36:32-Arbeitssieg.

Hard. Mehr Mühe als erwartet hatte der Favorit im Duell Meister gegen Schlusslicht. Am Ende setzte sich aber doch die größe individuelle Klasse aufseiten des regierenden Meisters durch, und nach dem 36:32-Heimsieg über Linz sind die Roten Teufel wieder erster Verfolger von Leader Margareten in der Handball-Liga Austria.

Die Stahlstädter präsentierten sich beim zweiten Auftritt im Ländle drei Tage nach dem 30:34 in Bregenz als ebenbürtiger Gegner. Vor allem in der Defensive bekundeten die Gastgeber vor der Pause Probleme, was zur Folge hatte, dass Linz bei der 14:13-Führung (28.) bereits gleich viele Tore erzielt hatte, wie dies beim Hinspiel zu Saisonbeginn (28:14 für Hard) am Ende der Spielzeit war. „Durch den Weggang von Kresimir Kozina fehlt es bei uns an der Abstimmung in Abwehr und Angriff. So eine Persönlichkeit wie es Kresimir war, ist nicht einfach zu ersetzen. Mit Fortdauer der Partie konnten wir mit Einsatz und Kampfkraft aber die Lücken etwas kompensieren und haben so den Gegner in Griff bekommen“, betont Hard-Trainer Markus Burger.

Von 21:23 auf 26:23

Die Bereitschaft, den Kampf auf Biegen und Brechen anzunehmen, war es auch, die in Durchgang zwei die Gastgeber nach dem 21:23-Rückstand (39.) zurück ins Spiel brachte. Mit einem 5:0-Lauf auf 26:23 (43.) wurde die Rangordnung ins rechte Lot gerückt. Doch Linz ließ sich nicht abschütteln. Erst als sich die Gastgeber mit dem nächsten Zwischenspurt von 27:26 (48.) auf 32:27 (52.) absetzen konnten, war die Gegenwehr gebrochen, zumal bei einigen Linzern auch die Kräfte nachließen. Am Ende stand aber mit 36:32 der siebte doppelte Punktegewinn der Roten Teufel zu Buche. „Wir müssen uns auf die neue Situation einstellen. In den letzten Jahren haben wir stets von unserer breiten Bank profitiert. Doch die haben wir jetzt nicht mehr. Die Luft an der Spitze ist sicher dünner geworden für uns, doch wir sind bereit, dieses Manko mit noch mehr Kampf, Einsatz und großer Leidenschaft wettzumachen“, erklärt Burger in seiner unverblümt kämpferischen Art.

Durch den Weggang von Kozina fehlt es bei uns an der Feinabstimmung in Angriff und Abwehr.

Markus Burger