Ausbau zum Schmuckkästchen

Sport / 28.10.2015 • 22:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Bundesliga-Klub SCR Altach investiert weitere fünf Millionen Euro in die Infrastruktur.

Altach. Bundesligist Cashpoint SCR Altach treibt den Stadionausbau voran – und bleibt den eigenen Ansprüchen treu: Demnach soll auch in Zukunft sowohl in Bein als auch in Stein investiert werden. Nach der Präsentation der Pläne für den weiteren Stadionausbau vor den Mitgliedern des Alt­acher Gemeinderates durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Karlheinz Kopf und Geschäftsführer Christoph Längle könnte schon im Frühjahr mit der nächsten Bauphase begonnen werden. Kernstücke der nächsten Planungphase sind die neue, überdachte Südtribüne – in der Höhe der Haupttribüne West – sowie die Errichtung eines Funktionsgebäudes mit neuen Kabinen und den erforderlichen Räumen und nicht zuletzt die Aufstockung des Bürogebäudes, im direkten Anschluss an die Südtribüne. Neben der Post verbleiben dann im Untergeschoß neben dem Fanshop nur noch ein Ausschank für die Fans. Die administrative Zentrale des Klubs übersiedelt danach in den ersten Stock.

Angedacht ist laut Verein auch die Gründung einer eigenen Stadiongesellschaft sowie die Übernahme des Baurechts auf dem Grundstück Schnabelholz. Veranschlagt wurde für die nächste Bauetappe die Summe von fünf Millionen Euro. „Wir haben eine Idee, wie wir die Summe finanzieren“, verrät Längle. Neben Eigenmitteln sollen dabei auch Gelder von privaten Investoren lukriert werden, aber auch das Land Vorarlberg will man in Altach nicht gänzlich aus der Verantwortung nehmen. Man hoffe diesbezüglich auf Gehör, ist aus Altach zu hören, denn: „Ein Stadion ist der Schlüssel für die Zukunft“, bringt es Längle auf den Punkt. „Wenn das Stadion wächst, dann wächst der Verein und dann profitieren viele davon. Unter anderem die Wertschöpfungskette bei der Vergabe der Arbeiten oder auch bei der Erhebung der Kommunalsteuer.“

Europacuptaugliche Arena

In Altach aber soll nach Bauphase zwei kein Stopp passieren. So will man am Gesamtkonzept, einem Stadion für rund 10.000 Fans (in der Liga) und 8000 Sitzplätzen für internationale Spiele festhalten. „Damit wäre gewährleistet, dass wir auch in einer Europa-League-Gruppenphase zu Hause spielen könnten“, erklärt Längle. Deshalb sollen Spieltagskabinen unter den neuen VIP bei der Westtribüne mit einem Tunneleingang ins Stadion entstehen. Im Osten bliebe der Trainingstrakt für die Klubteams.

Ein Stadion ist der Schlüssel für die Zukunft. Wenn es wächst, dann wächst der Verein.

Christoph Längle