In Mexiko wartet ein Feuerwerk

28.10.2015 • 19:29 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Vollgas-Party mit Sicherheitsrisiko– die Formel 1 kehrt nach
23 Jahren zurück.

Mexiko. Partymeile, Vollgas-spektakel – aber auch jede Menge Sorgen um die Sicherheit: Die Vorfreude auf die spektakuläre Rückkehr des Grand Prix von Mexiko in die Formel 1 ist nicht ungetrübt. Mexiko-Stadt gilt nicht nur als eine der größten und spannendsten, sondern auch als eine der kriminellsten Städte der Welt.

Kriminalität als Problem

„Niemand wird einen Bodyguard brauchen“, sagte Force-India-Pilot Sergio Perez vor seinem Heimspiel (Sonntag, 20 Uhr). Doch das Auswärtige Amt ist da etwas vorsichtiger. „Die Kriminalität stellt in Mexiko ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar“, heißt es in den herausgegebenen Sicherheitshinweisen: „In einigen Fällen sind auch Polizeikräfte bzw. uniformiertes Sicherheitspersonal an Straftaten beteiligt. Die Gewalt erstreckt sich von Raubüberfällen über Entführungen bis hin zu Tötungsdelikten.“

Force-India-Pilot Nico Hülkenberg kennt Mexiko-Stadt gut und glaubt, es bestehe kein Grund zur Panik für die PS-Fans. Doch der Deutsche sagt auch, er würde nicht unbedingt mit einer goldenen Rolex auf die Straße gehen.

Die Mexikaner selber sind schon ganz heiß auf ihren Grand Prix. Endlich, nach 23 Jahren, kehrt die Königsklasse zurück in das motorsportverrückte Land. Das Rennen auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez mitten in der Stadt ist schon lange ausverkauft, es werden weit über 100.000 Fans erwartet, die eine einzige große Party feiern. „Ihr werdet staunen, was da los sein wird. Es wird bestimmt großartig“, sagte Perez: „Die Fans mussten so lange auf diesen Moment warten, das wird ein Feuerwerk.“

Fahrt durchs Baseball-Stadion

Die Strecke wurde zuletzt komplett saniert und führt unter anderem durch ein Baseball-Stadion. Weltmeister Lewis Hamilton und Co. können sich auf dem 4,304 km langen Kurs so richtig austoben. Der Bleifuß-Parcours gilt nach Monza als der zweitschnellste im Kalender. Zudem wird für das Wochenende besseres Wetter erwartet als zuletzt in Austin.

Und während sich die Fahrer auf das Abenteuer freuen, zerbrechen sich die Ingenieure ihre Köpfe. Mexiko-Stadt liegt auf rund 2200 Metern Seehöhe. Die geringe Luftdichte wird in Zeiten der komplexen Hybrid-Turbo-Motoren zum Problem. Die Bedingungen für die Antriebseinheiten gelten als extrem. Trotzdem geht Perez von einem großen Spektakel aus. „Das wird ein großes Fest – nicht nur an der Strecke, sondern auch in der Stadt“, sagte der Mexikaner.

Ihr werdet staunen, was da los sein wird.

Sergio Perez