Zwei flinke Kart-Nachwuchsküken

Sport / 28.10.2015 • 19:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mario Tomasini legte eine gute erste Saison in der deutschen Rotax-Max-Challenge hin. Fotos: privat
Mario Tomasini legte eine gute erste Saison in der deutschen Rotax-Max-Challenge hin. Fotos: privat

Jorden Dolischka und Mario Tomasini schafften prächtige Saisonbilanzen.

Schwarzach. (VN-dg) Recht erfolgreich war die heurige Saison der beiden zehnjährigen Mini-Kart-Piloten Jorden Dolischka und Mario Tomasini. Besonders die gebürtige Hohenemserin und in Wien lebende Dolischka (Tochter von Ex-Rennlady Osmunde Dolischka) scheint die Renn-gene ihrer Mama und ihres Opas geerbt zu haben. Die junge Racerin war permanent unter den Top fünf zu finden, behauptete sich prächtig gegen ihre ausschließlich männliche Konkurrenz, die oft aus 32 Startern bestand und teilweise bis zu drei Jahre älter war. Jorden scheint dem Druck gewachsen zu sein, ist eine flinke Überholerin und bringt schon ein sehr gutes Rennverständnis mit. Bei den Rennen wird sie neben ihren Eltern auch immer wieder von Opa Josef, einem Ex-Tourenwagenpiloten, betreut, der anhand der Angaben von Jorden stets ein bestens abgestimmtes Kart hinstellte.

Die junge Rennamazone schaffte schlussendlich in der CEE-(Central-Eastern-European)-Zonen-Meisterschaft den sechsten Endrang und zusätzlich den tollen dritten Gesamtrang in der Hungarian-Open-Championship. Jorden ist absolut hart im Nehmen: Bei einem Lauf auf dem Pannoniaring in Ungarn Ende September kam sie bei der Streckenbesichtigung mit dem Fahrrad zu Sturz. Dabei stürzte das Mädel auf den Kopf, die Rettung rückte an, im Spital musste ein medizinischer Check durchgeführt werden. Zum Glück wurden keine gröberen Verletzungen festgestellt. Zurück an der Strecke, ging es flugs – trotz Prellungen und Abschürfungen – ins Renn-Kart.

Charakterbildende Lernjahre

Lieber im Kart-Schalensitz als auf dem TV-Sofa sitzt auch Mario Tomasini. Der Wolfurter, 2013 Schweizer Meister in der Micro-Klasse, schaffte heuer den Sprung in das Team von Timo Scheider und bestritt seine erste Saison in der deutschen Rotax-Max-Challenge. Dort geht es in der nur aus sechs Rennen bestehenden Meisterschaft mit internationaler Beteiligung ordentlich zur Sache. Hier wird extrem hart gefahren und nicht immer wirklich fair. Zwar gelang Tomasini kein echtes Spitzenresultat, aber seine Konstanz brachte ihn immerhin als besten Österreicher auf den 13. Endrang.

Von vornherein war die Saison auch als Lernjahr eingeplant. Jetzt kennt er die Strecken in Wackersdorf, Ampfing, Oppenrod, Wittgenborn, Hahn und Kerpen und will 2016 angreifen. Dann wünscht sich Mario öfters Regen, denn er hat eine Vorliebe für regennasse Pistenverhältnisse.

Jorden Dolischka auf den Spuren von Mama Osmunde.
Jorden Dolischka auf den Spuren von Mama Osmunde.