Bulldogs waren zu zahm

Sport / 30.10.2015 • 22:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Vienna Capitals bedrängen das Tor von David Madlener, seine Kollegen Dustin Sylvester und Matt Siddall müssen aushelfen.  Foto: gepa
Die Vienna Capitals bedrängen das Tor von David Madlener, seine Kollegen Dustin Sylvester und Matt Siddall müssen aushelfen. Foto: gepa

Für Dornbirn gab es in Wien nichts zu holen. Nächste Chance auf Punkte heute in Ungarn.

Wien. (VN-ab) „Zu viele Strafen haben uns die Punkte gekostet“, erklärte Robert Lembacher nach der 2:4-Niederlage in Wien. Acht der zehn Strafminuten kassierten die DEC-Cracks allein im zweiten Drittel. Diese Überlegenheit münzten die Hausherren in zwei Tore um, die letztendlich die Vorentscheidung im dritten Saisonduell der beiden Teams brachten. Die Bulldogs haben bereits heute die Möglichkeit, wieder Punkte zu sammeln. Erstmals gibt es in dieser Saison ein Duell mit Fehervar.

Zum fünften Mal in dieser Saison hütete David Madlener bei den Bulldogs von Beginn an das Tor. Coach Dave MacQueen setzte auf den 23-Jährigen, der bereits bei den bisherigen beiden Dornbirn-Siegen (2:1) gegen die Caps zwischen den Pfosten stand. Die Hauptstädter drückten im dritten Saisonduell von Beginn an aufs Tempo. Nicht einmal 30 Sekunden waren gespielt, da musste Madlener beim Schuss von Derek Whitmores alle Künste aufbieten. Im Gegenzug demonstrierte Bulldogs-Stürmer Chris D’Alvise seine Torgefährlichkeit. Erstmals ins Tor trafen aber die Wiener. In der achten Minute überwand Kurtis McLean mit einem abgefälschten Schuss den Dornbirn-Goalie zur 1:0-Führung. Die Chance zum Ausgleich vergab D’Alvise in der 13. Minute, Nathan Lawson war auf dem Posten. So waren es erneut die Caps, die in Drittel eins anschrieben. Macgregor Sharp stellte in der 17. Minute auf 2:0. Die passende Reaktion der Gäste gelang Stürmer Dustin Sylvester eine Minute vor dem Drittelende, der Kyle Greentrees Vorlage zum 2:1-Anschluss verwertete.

Schlussoffensive blieb aus

Den Takt gaben im zweiten Abschnitt weiter die Wiener vor. Chancen von Rotter und Gamache parierte Madlener noch, ein Weitschuss von Troy Milram landete in der 26. Minute dann aber zum 3:1 in den Maschen. Diesem Powerplaytor folgte vier Minuten später der nächste Treffer mit einem Mann weniger auf dem Eis: Florian Iberer nützte erneut eine Überzahl für das vorentscheidende 4:1. Kurzfristig keimte bei den Gästen nochmals Hoffnung auf: Zwei Minuten vor Drittelende rutschte Capitals-Torhüter Lawson nach einem Greentree-Schuss die Scheibe durch die Schoner, D’Alivse musste den Puck zum 2:4 nur noch über die Torlinie schieben. Weil aber Dornbirns Schlussoffensive in den letzten 20 Minuten nicht mehr richtig in Schwung kam, wurde es nichts aus einer Aufholjagd.