Die Premiere war eine Rutschpartie

30.10.2015 • 22:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Heiße Bremsen und Feuer bei Nico Rosberg im ersten Training auf dem neuen Kurs in Mexiko. Foto: gepa
Heiße Bremsen und Feuer bei Nico Rosberg im ersten Training auf dem neuen Kurs in Mexiko. Foto: gepa

Rosberg tankte für den Grand Prix Selbstvertrauen, Vettel hinter Hamilton.

mEXIKO. Bei der Rutschpartie von Mexiko-Stadt hat Nico Rosberg im Kampf um den Vize-Titel in der Formel 1 neues Selbstvertrauen geschöpft. Der Mercedes-Pilot gewann den ersten Schlagabtausch im deutschen Duell mit Ferrari-Star Sebastian Vettel und fuhr im freien Training zum Großen Preis von Mexiko (Sonntag, 20 Uhr) in 1:21,531 Minuten die schnellste Runde.

Vettel war auf der rutschigen, 4,304 km langen neuen Strecke im Autódromo Hermanos Rodríguez als Fünfter (1:21,984) knapp eine halbe Sekunde langsamer. Der 28-jährige Ferrari-Star hat vor dem drittletzten Rennen dieser Saison als WM-Zweiter vier Punkte Vorsprung auf Rosberg.

Überraschend stark präsentierten sich die beiden Red Bulls. Daniil Kwjat (1:21,776) fuhr auf Platz zwei vor seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo (1:21,868). Weltmeister Lewis Hamilton ließ es fünf Tage nach seiner erfolgreichen Titelverteidigung im zweiten Silberpfeil ruhig angehen und gab sich mit Rang vier zufrieden (1:21,961).

Wie auf Eis

Auf der neuen Strecke sahen die Fans zahlreiche Dreher und Ausrutscher. Die Piste war extrem rutschig, weil der neu verlegte Asphalt für das Mexiko-Comeback nach 23-jähriger Formel-1-Abstinenz noch einen Ölfilm ausschwitzt, der erst nach einigen Monaten verschwindet. Zudem fing es am Ende des Trainings leicht an zu regnen.

Und so schlitterten die Fahrer quasi über die Strecke. Auch Vettel wäre fast in der Boxenmauer gelandet. Es sei „wie auf Eis“, hatte Fernando Alonso schon im ersten Training an die Box gefunkt. Und Hamilton meinte am Nachmittag: „Das ist unglaublich. Die Strecke hat so wenig Grip.“

Das McLaren-Honda-Duo Fernando Alonso und Jenson Button geht mit einem großen Handicap ins Rennen. Alonso wird in der Startaufstellung wegen eines Motorenwechsels um zehn Plätze strafversetzt, Button muss sogar 25 Ränge zurück.

Der neu gegründete amerikanische-Rennstall Haas hat als zweiten Pilot neben Romain Grosjean den Mexikaner Esteban Gutierrez präsentiert. Der 24-Jährige ist zurzeit noch als Test- und Ersatzfahrer bei Ferrari tätig.