250.000 Dollar, die vom Himmel fielen

Sport / 01.11.2015 • 23:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In der Sommermärchen-Affäre sorgt der Verbandsboss von Malta für Verwunderung.

Berlin. Eine Vereinbarung eines Freundschaftsspiels des FC Bayern gegen die Nationalelf von Malta kurz vor der Vergabe der WM 2006 sorgt nun für Verwunderung – nicht nur beim heutigen maltesischen Verbandsboss Norman Darmanin Demajo. „Vier Monate nachdem der FC Bayern den Kontrakt unterzeichnet hat, wurde ich informiert, dass 250.000 Dollar vom Himmel in unsere Verbandskasse gefallen sind“, erklärte er. „Als Schatzmeister habe ich nach dem Grund gefragt und entdeckt, dass Josef Mifsud (Anm. d. Red.: damals Verbandsboss) die Vereinbarung auf eigene Faust und ohne Kenntnis von anderen unterzeichnet hat, was er laut Statuten gar nicht durfte.

Der Vertrag resultierte demnach aus einem Vertrag für die TV-Rechte des im Jahr 2001 ausgetragenen Spiels mit der Schweizer Agentur CWL, die damals zum Kirch-Imperium gehörte und dessen Geschäftsführer Günter Netzer war. Präsident der Bayern war damals Franz Beckenbauer, der zugleich der deutschen Bewerbung für die Weltmeisterschaft 2006 vorstand. Misfud wollte sich dazu noch nicht äußern.