Christian Adam

Kommentar

Christian Adam

Besonderes Gefühl

Sport / 01.11.2015 • 20:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

O Hoamatle, o Hoamatle, am himmelbaue Bodesee geg’ Obedsunneschi! Vorarlbergs Volkslied, textlich im 19. Jahrhundert verfasst, passt bestens zur Altacher herausstechenden Abweichung zwischen Heim- und Auswärtsbilanz. 123 Punkte holte man in den bislang 79 Bundesligaspielen in der heimischen Cashpoint Arena, in fremden Stadien waren es bei derselben Anzahl von Spielen nur 52 Zähler.

„Zu Hause weiß jeder, dass er 100 Prozent geben kann!“ Andreas Lukse weiß, wovon er spricht. Als gebürtiger Wiener erlebt der Torhüter die gravierenden Unterschiede nun am eigenen Leib mit – und fordert: „Diese Überzeugung müssen wir auch auswärts an den Tag legen.“ Und so werden die Spiele „hinter dem Arlberg“ für die Mannschaften oft zu einer schmerzlichen Erfahrung – egal aus welcher Himmelsrichtung man es nun betrachtet.

Altach suchte vor dem Spiel gegen die Bullen nach dem Besonderen – und fand es in Torschütze Felix Roth. Nun wartet die Austria am Mittwoch im ÖFB-Cup auf die Rheindörfler. Erneut ist also ein besonderer Moment gefragt. Einen solchen hatte die Lustenauer Austria, als sie 2011 in Wien die „Veilchen“ im Cup mit 4:0 zerpflückte. Mit Roth, Jan Zwischenbrugger und Benedikt Zech war damals ein Trio in den Reihen der Grün-Weißen, das nun in Altach spielt. Wie damals spielten die Wiener zuvor gegen Mattersburg – mit dem Unterschied: Gestern gewannen sie 2:1, damals verloren sie 0:1.

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