Das Derby als Spielwiese für die VEU

Sport / 01.11.2015 • 20:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Feldkirch-Legionär Luka Vukoja wird von Teamkollege Patrick Breuß und EHC-Topscorer Scott Barney in die Zange genommen. Foto: stiplovsek
Feldkirch-Legionär Luka Vukoja wird von Teamkollege Patrick Breuß und EHC-Topscorer Scott Barney in die Zange genommen. Foto: stiplovsek

Mit einem 3:1-Erfolg holte sich Feldkirch in der INL die Tabellenspitze zurück.

Feldkirch. (VN-do-ko) Giftiges zweites Saisonderby zwischen der Lorenz Lift VEU Feldkirch und dem EHC Alge Elastic Lustenau. Der 3:1-Erfolg der Montfortstädter – als Revanche für die 3:4-Auswärtsniederlage – war geprägt von animierten Zweikämpfen im Grenzbereich, von Schiedsrichter Kristijan Nikolic oft großzügig bewertet. Bei einer Szene, vom Referee allerdings nicht sofort geahndet, kannte er dann kein Pardon: Chris Harand musste in der 16. Minute nach einem Duell mit Max Wilfan unter die Dusche. Der EHC-Stürmer wurde mit elf Stichen genäht und wechselte während des Spiel zweimal sein blutverschmiertes Trikot. „Der Schiedsrichter hat durch die Matchstrafe das Spiel interessant gemacht“, machte Michael Lampert als Zweck der Aktion aus.

Souveräne Leistung

Der VEU-Trainer wollte aber zuerst seine Mannschaft gelobt wissen: „Das war eine souveräne Leistung vom gesamten Team, wir haben die Partie cool und clever heruntergespielt.“ Sein Gegenüber Janne Sinkkonen sah seine Cracks im ersten Drittel „mental und physisch nicht bereit. Wir haben das fünfminütige Powerplay nicht genützt, Feldkirch hat aber in Unterzahl auch sehr gut gespielt.“ Die einzige Druckphase hatte der Tabellenführer bei einem Überzahlspiel im letzten Drittel zu bieten. Über weite Strecken waren Toni Saarinen und Kollegen an diesem Abend allerdings mit dem Ländle-Kontrahenten nicht auf der gleichen Spielwiese. Die VEU agierte großteils mit vier Linien, der EHC beschränkte sich wegen Absenzen auf drei Blöcke.

Bequeme Führung

Feldkirch kam angriffslustig zum ersten Bully, wurde für das offensive Bemühen auch schnell belohnt. Diethard Winzig fälschte einen Schuss von Christoph Draschkowitz in der siebten Minute zum 1:0 ab. Einen Konter in Unterzahl und bei angezeigter Strafe schloss Daniel Fekete mit dem 2:0 (15.) ab – sein Schuss wurde von Scott Barney abgelenkt. Auch Treffer Nummer drei war ein „krummes Ding“: Fekete gab im Powerplay dem Puck von Steven Birnstill zum 3:0 (37.) eine Richtungsänderung. Unbelohnt blieben der Alleingang von Kevin Puschnik und ein Treffer auf das Gestänge durch Martin Mairitsch. Der EHC agierte bei seinen vereinzelten Kontermöglichkeiten nicht entschlossen genug. Der Ehrentreffer blieb Topscorer Scott Barney in der 57. Minute vorbehalten, der beim 1:3 aus einem Getümmel heraus am schnellsten reagierte. Die Niederlage bedeutet den Rückfall auf den dritten Tabellenplatz hinter der VEU und dem Bregenzerwald.