Rote Karte bringt Wende

Sport / 01.11.2015 • 20:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Hoffnung auf einen Sieg war bei den Dornbirnern (rechts) nach dem 2:0 groß. Foto: Steurer
Die Hoffnung auf einen Sieg war bei den Dornbirnern (rechts) nach dem 2:0 groß. Foto: Steurer

Trotz 0:2 Rückstand gewann der Wälderclub gegen dezimierte Hasel­stauder mit 5:2.

Alberschwende. Beim Auswärtsspiel in Alberschwende erwischte die Elf von Luggi Reiner einen Blitzstart. Das Anfangsfurioso nach elf Minuten wurde mit einer frühen Zweitoreführung belohnt. Zuerst traf Julian Birgfellner per Freistoß ins Schwarze, ehe DSV-Torjäger Julian Schelling sein bereits zehntes Saisontor erzielte. Die Partie schien schon zu Beginn zugunsten der Haselstauder entschieden. Dann vergab der Titelanwärter durch Ahmet Caner die große Chance zum 3:0, als der Alberschwender Kicker Stefan Betsch für seinen geschlagenen Goalie auf der Torlinie rettete (23.). Knackpunkt in der Partie war der fragwürdige Ausschluss von DSV-Spieler Leandros Tsohataridis (39.). Nach einem Foul musste der Defensivkicker noch vor dem Pausenpfiff vom Platz. Nach einem Freistoß von Simon Bodemann verlängerte Christoph Sohm (45.) mit einer schönen Direkt­abnahme zum mental wichtigen 2:1-Anschlusstreffer.

Alberschwende dreht Spiel

Mit der Einwechslung von Esref Demircan und Nicolas Kohler bewies Alberschwende-Coach Goran Milovanovic-Sohm ein mehr als glückliches Händchen. Die Tormaschine der Wälder kam nach Seitenwechsel so richtig auf Touren. Simon Bodemann (68.), Nicolas Kohler (73.) und Esref Demircan (84.) und der spiel- und laufstarke Goalgetter Jan Gmeiner (90.) drehten die Begegnung mit einem wahren Offensivspektakel in der zweiten Hälfte. Damit kassierten die eigentlich defensivstarken Haselstauder fünf Gegentore in einem Spiel. „Wir hätten sogar noch höher gewinnen können. Aber nach einem 0:2-Rückstand klingt das ein wenig verrückt“, sagt ein überglücklicher Alberschwende-Coach Goran Milovanovic-Sohm. Damit kehrten die Wälder nach drei Niederlagen auf die Erfolgsstraße zurück und fanden Anschluss im dichtgedrängten Mittelfeld der Tabelle. „Bis zum umstrittenen Ausschluss hatten wir alles im Griff. Wir müssen in dieser Liga 90 Minuten eine konzentrierte Leistung abrufen, sonst gibt es nichts Zählbares. Die Titeljagd wird sowieso erst im Frühjahr entschieden“, war DSV-Trainer Luggi Reiner sehr enttäuscht.

Mit der zweiten Auswärtspleite sind die Chancen auf den Herbstmeistertitel für den DSV nunmehr sehr gering. Die Tabellenführung ist man los. Doch das Fehlen von Regisseur Dejan Stanojevic (Knie-OP) machte sich beim DSV mit Fortdauer der Partie doch deutlich bemerkbar.

Bis zum umstrittenen Ausschluss hatten wir alles im Griff.

Luggi Reiner