Schicksal von Schumacher bewegt den Formel-1-Zirkus

Sport / 01.11.2015 • 22:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Eng befreundet: Michael Schumacher und Jean Todt. Foto: AFP
Eng befreundet: Michael Schumacher und Jean Todt. Foto: AFP

„Er kämpft weiter“, sagt Jean Todt 22 Monate nach dem Unfall.

Mexiko. Jean Todt hielt eine Sekunde inne und atmete dann tief durch. Die Frage nach Michael Schumacher bewegte den ehemaligen Ferrari-Teamchef sichtlich. „Er ist ein enger Freund. Ich sehe ihn und seine Familie sehr oft“, sagte der Franzose mit leiser Stimme am Rande des Grand Prix von Mexiko.

22 Monate nach seinem Ski-Unfall nimmt die Formel 1 weiter Anteil am Schicksal des Rekordweltmeisters Schumacher. Sebastian Vettel fuhr in Mexiko sogar mit einem Bild seines Helden auf dem Helm.

Für Todt, heute Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA, ist Schumacher weiter der Größte. Die Bedeutung des Deutschen für die Königsklasse habe ihm gerade erst der dritte Titelgewinn von Mercedes-Pilot Lewis Hamilton bewusst gemacht.„Es war interessant: Letzte Woche bei Lewis Hamiltons drittem Titel sah ich die Zahlen wieder, die Vergleiche zwischen Lewis und ihm. Ich bin sehr stolz auf Michael“, sagte Todt, der fünf der insgesamt sieben WM-Titel von Schumacher als Teamchef bei der Scuderia feiern durfte: „Manchmal vergessen wir, was er Großartiges erreicht hat. Er kämpft weiter.“

Schumacher hatte bei einem Skiunfall am 29. Dezember 2013 im französischen Méribel ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten und war in der Uniklinik Grenoble in ein künstliches Koma versetzt worden. Seit September 2014 wird er in seinem Haus in Gland am Genfer See behandelt.