„Der Umzug bereitete mir Probleme“

Sport / 02.11.2015 • 23:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Peter Haring, im Bild rechts mit der Nummer 16, hat sich bei der Austria in die Stammformation gespielt. gepa
Peter Haring, im Bild rechts mit der Nummer 16, hat sich bei der Austria in die Stammformation gespielt. gepa

Nach Anlaufschwierigkeiten hat Peter Haring nun in die Mannschaft von Austria gefunden.

Lustenau. Mit Peter Haring trug sich beim 2:1-Sieg gegen Innsbruck ein neuer Spieler in die Schützenliste der Ersten Liga ein. Per Kopf erzielte der 22-jährige Burgenländer kurz vor Schluss den Siegestreffer für die Austria. Im Sommer wechselte Haring von Rapids Zweierteam nach Lustenau. Doch statt – wie erhofft – ein Stammleibchen bei den Austrianern zu haben – musste sich der 1,83 Meter große Defensivmann erst ins Team kämpfen. „Ich habe am Anfang die Situation vielleicht etwas unterschätzt“, gibt sich der Ostösterreicher selbstkritisch. „Das Problem war allerdings, dass ich erst recht spät zur Mannschaft stieß und ich anfangs ziemlich auf mich allein gestellt war.“ Was der Ex-Rapidler damit sagen will, ist, dass es für ihn eine große Umstellung war, von Wien nach Vorarlberg zu ziehen.

Tor als Höhepunkt

„Immerhin bin ich gut 700 Kilometer von zu Hause weggezogen.“ Die ersten vier Wochen musste er in einem Hotel übernachten. „Durch den Umzug hatte ich auch keinen geregelten Alltag. Vielleicht ist durch diese Umstände auch ein wenig der Schlendrian eingetreten.“ Mittlerweile hat er eine Wohnung in Hohen­ems gefunden.

Auch Knieprobleme warfen den jungen ehrgeizigen Mann, der seine fußballerische Ausbildung im BNZ Burgenland absolviert hat, anfänglich zurück. „Jetzt aber bin ich voll im Saft“, war das Tor gegen den Tabellenführer der bisherige Höhepunkt in Lustenau. Bereits mit 14 Jahren wechselte Haring von seinem Stammverein Siegersdorf nach Hütteldorf. Doch im Rapid-Nachwuchs wollte es zunächst nicht wie gehofft klappen, deshalb kehrte er ins Burgenland zurück und spielte drei Jahre in der Landesliga. Nach der Matura ging es wieder zurück nach Wien. Im Vorjahr hatte er 15 Einsätze in der Ostliga und erzielte dabei ein Tor. Dem grün-weißen Dress ist der 22-Jährige auch nach seinem Transfer zur Austria treu geblieben. In Lustenau hat Haring einen Vertrag bis 2016 plus Option unterschrieben. Warum er überhaupt vom östlichsten ins westlichste Bundesland zog? „Diese junge Mannschaft hat Potenzial. Ich denke, dass wir uns nach oben orientieren können. Denn wir wurden bisher punktemäßig klar unter unserem Wert geschlagen.“ Und das ist kein Burgenländer-Witz.