Mit Angriffslust weit weg vom Frust

02.11.2015 • 20:42 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Dornbirns wertvollster Mann auf dem Eis: Verteidiger Michael Caruso steht in der Plus-Minus-Bilanz mit plus neun da.  Foto: gepa
Dornbirns wertvollster Mann auf dem Eis: Verteidiger Michael Caruso steht in der Plus-Minus-Bilanz mit plus neun da. Foto: gepa

Dornbirn ist auf gutem Weg, auf direktem Weg den Einzug ins Play-off zu schaffen.

Dornbirn. (VN-ko) Platz fünf und 31 Punkte nach 18 Runden: Geht es nach dem Dornbirner EC, könnte heute die Zwischenrunde (die Top sechs sind direkt im Play-off) starten. Faktoren für den Höhenflug gibt es mehrere; er ist vorrangig aber der Tatsache geschuldet, dass der Kader tiefer, also durchgehend besser besetzt, ist. Trainer Dave MacQueen kann drei fast gleich starke Blöcke aufs Eis bringen, die vierte Linie wird mit deutlich mehr Einsatz bedacht als in der Vergangenheit. Torhüter Florian Hardy, zu Beginn der Meisterschaft nicht immer sattelfest, mauserte sich dank eines starken Oktobers hinter Linz-Goalie Michael Ouzas zur Nummer zwei in der Liga. Am wichtigsten: Dornbirn hat den Spielstil geändert, attackiert in der neutralen Zone besser, sitzt deswegen weniger tief in der eigenen Zone. Und man bekommt deutlich weniger Schüsse aufs eigene Tor. Nur 525 Mal waren die Goalies Hardy und David Madlener gefordert, lediglich die Torhüter von Salzburg (508 Schüsse) und der KAC (509) waren noch weniger beschäftigt. Ein zusätzlicher Effekt der Angriffslust: Die Wege in der Offensive zum gegnerischen Tor sind nicht mehr so weit.

Fast alle Spieler sind im Plus

In der Plus-Minus-Bilanz – sagt aus, welcher Spieler sich bei geschossenen und erhaltenen Toren auf dem Eis befand – stand Dornbirn in der vergangenen Saison mit 19 Spielern auf der Minusseite desaströs da. In der aktuellen Meisterschaft sind lediglich zwei Spieler nicht auf der Habenseite zu finden.

Nach Schwachstellen im Spiel darf auch gesucht werden. Die Größte liegt am Bullypunkt. Nur 481 der 1186 gezählten Anspiele konnten von den Mittelstürmern gewonnen werden, mit 40 Prozent sind die Bulldogs Schlusslicht. Verlorene Bullys bedeuten Puckverlust. Es kostet Kraft, um wieder in Scheibenbesitz zu kommen – und das wirkt sich auf eine weitere Statistik aus. Bei den Schüssen aufs gegnerische Tor belegt man Rang vier, 626 Mal prüften die Dornbirn-Cracks den Tormann. Aber lediglich 7,2 Prozent der Versuche fanden auch den Weg ins Tor – macht nur Platz neun unter den zwölf Klubs. Zum Vergleich: Bei Tabellenführer Salzburg landet fast jeder zehnte Schussversuch im Gehäuse.

Eishockey

Erste Bank Liga in der Statistik

Punktebeste

1. Colton Yellow Horn (Znojmo) 25

14. Kyle Greentree (Dornbirn) 15

24. Chris D‘Alvise (Dornbirn) 14

40. Matt Siddall (Dornbirn) 11

Torjäger

1. Andrew Kozek (Linz) 13

9. Chris D‘Alvise (Dornbirn) 8

Matt Siddall (Dornbirn) 8

28. Kyle Greentree (Dornbirn) 5

28. Dustin Sylvester (Dornbirn) 5

Assistgeber

1. Peter Pucher (Znojmo) 17

12. Kyle Greentree (Dornbirn) 10

27. Marek Zagrapan (Dornbirn 8

44. Jamie Arniel (Dornbirn) 7

Plus/Minus

1. Peter Pucher (Znojmo) 14

6. Michael Caruso (Dornbirn) 9

14. Chris D‘Alvise (Dornbirn) 7

Torhüter

1. Michael Ouzas (Linz) 94,4 Prozent

2. Florian Hardy (Dornbirn) 93,3

7. David Madlener (Dornbirn) 92,2

Böse Buben

1. Martin Baca (Znojmo) 70 Minuten

4. Matt Siddall (Dornbirn) 46

Powerplay (Überzahl)

1. EHC BW Linz 22,2 Prozent

8. Dornbirner EC 13,6

Penaltykilling (Unterzahl)

1. EC RB Salzburg 87,9 Prozent

10. Dornbirner EC 80,5