„Wir sind auf dem Boden gelandet“

02.11.2015 • 21:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Erste Hilfe für den Ferrari von Sebastian Vettel. Der Deutsche war in Runde eins Daniel Ricciardo im Red Bull ins Gehege gekommen. Foto: afp
Erste Hilfe für den Ferrari von Sebastian Vettel. Der Deutsche war in Runde eins Daniel Ricciardo im Red Bull ins Gehege gekommen. Foto: afp

Ferrari brachte erstmals seit 2006 keinen der roten Renner ins Formel-1-Ziel.

Mexiko. Boxendiskussionen, das Ende einer Serie und eine Revanche: Der Grand-Prix von Mexiko hat zahlreiche Schlagzeilen geliefert. Beim Sieg von Nico Rosberg gehorchte Weltmeister Lewis Hamilton erst auf eine klare Order hin und bog zum Reifenwechsel ab. Danach setzte Sebastian Vettel seinen Ferrari in die Streckenbegrenzung und sorgte damit für das Ende eines Laufs.

Weil neben Vettel mit Kimi Räikkönen auch der zweite Ferrari-Fahrer ausschied, erreichten erstmals seit dem 2. April 2006 in Australien beide Wagen des italienischen Rennstalls nicht das Ziel. „Wir haben es in diesem Jahr schon geschafft, den Himmel zu berühren. Heute sind wir auf dem Boden gelandet“, philosophierte Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene nach dem Rennen. Vettels Fazit fiel weniger lyrisch aus: „Das Auto war gut, nur die Fahrer waren es nicht.“

Der Titel wird ein Thema

Vettel ist ungeachtet des Rückschlags der nach zwei Fehlern gescheiterten Aufholjagd von Mexiko mit Blick auf die WM 2016 sehr zuversichtlich: „Von der Leistung, die wir die gesamte Saison gezeigt haben, ist klar, dass wir nächstes Jahr um die Titel kämpfen“, meinte Vettel, der mit 366 erreichten Stundenkilometern immerhin die Topspeed-Wertung gewann.

Platz zwei im WM-Klassement ist er aber los, Rosberg liegt nun 21 Punkte vor ihm. Der Mercedes-Pilot schaffte nach der vergangenen Woche an Hamilton verlorenen WM eine kleine Revanche. Es sei ein sehr emotionaler Erfolg vor einer beeindruckenden Kulisse im Autodromo Hermanos Rodriguez. „Ich habe mich wie ein Rockstar gefühlt.“

Für Aufregung sorgte eine Kontroverse zwischen dem Mercedes-Team und Hamilton. Weil der Vorsprung auf Daniil Kwjat groß genug war, holte Mercedes beide Piloten zu einem zweiten, unplanmäßigen Boxenstopp herein. Hamilton sträubte sich, Erst auf eine klare Order hin gehorchte der Weltmeister und bog zum Reifenwechsel ab.