Die Talentprobe in Polen

Sport / 04.11.2015 • 19:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
So jung kommen sie nicht mehr zusammen: Österreichs Eishockey-Nationalteam für das Turnier in Polen hat einen Altersdurchschnitt von 23,3 Jahren. Foto: gepa
So jung kommen sie nicht mehr zusammen: Österreichs Eishockey-Nationalteam für das Turnier in Polen hat einen Altersdurchschnitt von 23,3 Jahren. Foto: gepa

Das Eishockey-Nationalteam startet mit einem jungen Team in die Saison.

Wien. Mit einer jungen Mannschaft startet Daniel Ratushny in seine zweite Saison als Österreichs Teamchef. Für die Euro Ice Hockey Challenge in Kattowitz nominierte der Kanadier wie traditionell beim November-Termin eine Auswahl junger Spieler. Sechs Spieler können im Viernationen-Turnier gegen Südkorea, Slowenien und Polen ihr Teamdebüt geben. „Wir haben wie immer zwei Ziele: gute Resultate liefern und einen Entwicklungsprozess“, erklärte Ratushny, der nur Spieler der heimischen Liga mit einem Durchschnittsalter von 23,3 Jahren mitnimmt. Beim Heim-Turnier im Februar gegen Frankreich, Slowakei und Slowenien werden dann auch Legionäre aus den Topligen Schweden (Bernhard Starkbaum), Schweiz (Stefan Ulmer, Raphael Herburger) und Deutschland (Brian Lebler, Mathias Lange) Kandidaten sein.

Höhepunkt der Saison ist die WM der Division 1A (B-WM) in Kattowitz, bei der so wie diese Woche Polen, Slowenien und Südkorea sowie Japan und Italien die Gegner sind. Ratushny hat trotz des enttäuschenden Endes bei der A-WM im Frühjahr in Prag, bei der sein Team trotz starker Auftritte unglücklich absteigen musste, seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert. „Natürlich waren wir alle enttäuscht, aber so ist der Sport. Wir haben gut gespielt, es war ein sehr positives Jahr. Ich bin begeistert vom Potenzial der Mannschaft.“

Herausforderungen warten

Seinen Weg, mit jungen Spielern ein schnelles, offensives, auf Forechecking basierendes Eishockey zu spielen, wird er weitergehen. „Es wird keinen großen Wechsel im System geben. Wir wollen noch schneller spielen und schneller exekutieren, weil das Spiel so schnell geworden ist. Wir waren mit vielen jungen Spielern in Prag (A-WM), und ich hoffe, sie werden noch besser. Wir haben jedes Jahr die Chance, mehr Erfahrung zu sammeln“, sagte Ratushny.

Aber auch Teil zwei seiner Zielsetzung ist wichtig. „Wir müssen in die A-Gruppe (der WM) und dann oben bleiben“, betonte er daher auch. Und vom 1. bis 4. September kommenden Jahres steht mit dem Qualifikationsturnier (in Lettland) für die Olympischen Spiele 2018 in Südkorea gleich die nächste große Herausforderung auf dem Programm.

Wir wollen Erfahrung sammeln und noch schneller spielen.

Dan Ratushny