Ein erster kleiner Schritt in Richtung Gruppensieg

04.11.2015 • 22:11 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Harder Dominik Schmid steuerte in seinem 39. A-Länderspiel einen Treffer zum 27:24-Heimsieg über Rumänien ein.  Foto: gepa
Der Harder Dominik Schmid steuerte in seinem 39. A-Länderspiel einen Treffer zum 27:24-Heimsieg über Rumänien ein. Foto: gepa

Österreichs Handballer feiern zum Auftakt der WM-Qualifikation 27:24-Heimsieg gegen Rumänien.

Maria Enzersdorf. (VN-jd) Es war der erhoffte Pflichtsieg, der bei einer konsequenteren Spielweise in den letzten zehn Minuten durchaus noch höher ausfallen hätte können. Das Heimspiel gegen Rumänien, zu Beginn der Qualifikation als direkten Konkurrent im Kampf um den notwendigen Gruppensieg gehandelt, erwies sich in den ersten Minuten als erwartet schwere Geburt für Österreichs seit der WM-Endrunde im Jänner in Katar durch einige Rücktritte und verletzungsbedingte Ausfälle zwangsläufig umgebaute und verjüngte rot-weiß-rotes Handball-Männerteam. ÖHB-Teamchef Patrekur Johanneson überraschte die Rumänen mit einer offensiven 3:2:1-Deckung und nahmen dem Gegner mit beweglichem Spiel den Rhythmus im Aufbau. Dennoch war es harte Arbeit, bis der Widerstand der Gäste gebrochen war. Sie waren bis zum 7:7 (19.) ein ebenbürtiger Gegner. Doch nach der Einwechslung von Gerald Zeiner auf der Spielmacherposition und Dominik Schmid im linken Rückraum konnten sich die Hausherren mit einem 5:0-Lauf auf 12:7 (26.) erstmals entscheidend absetzen. Am Ende wurden beim Stand von 13:9 für Österreich die Seiten gewechselt.

Bereits 25:17 vorne gelegen

Nach der Pause setzten die Hausherren dann ihre konsequente Spielweise fort und konnten sich innert elf Minuten auf 22:14 absetzen. Der Acht-Tore-Vorsprung hielt bis zur 49. Minute (25:17), ehe Kapitän Robert Weber und seine Nebenleute etwas den Faden verloren und Rumänien bis zum Ende den Rückstand auf drei Tore verringern konnte. Dadurch könnte es in der Endabrechnung im direkten Duell noch eng werden. Daran dachte Johannesson vorerst aber noch nicht: „Ich bin sehr zufrieden mit der Einstellung und dem Kampf“, sagte der Isländer. „Da waren viele gute Sachen dabei, das war eines unserer besten Länderspiele. Die Mannschaftsleistung und die Körpersprache haben mir gefallen.“ Ähnlich fiel das Resümee von Weber aus: „Man hat gemerkt, dass bei uns doch teilweise jugendlicher Leichtsinn dabei war. Wir haben im Finsih vorne die Chancen ausgelassen, viele technische Fehler gemacht, daher sind sie noch einmal rangekommen. Aber diese Truppe hat Potenzial.“ Damit lag der ÖHB-Kapitän mit Johannesson auf einer Linie: „In Summe hat es aber gepasst und wir haben gewonnen.“

Am Ende hat uns etwas die Kaltschnäuzigkeit gefehlt, um den Lucky Punch zu setzten.

Patrekur Johannesson

Handball

25. Weltmeisterschaft der Männer 2017 in Frankreich

Termin: 13. bis 29. Jänner

Qualifikation, Gruppe 2

Österreich – Rumänien 27:24 (13:9)

Maria Enzersdorf, SR Togstad/Kristiansen (NOR)

Zweiminutenstrafen: 3 bzw. 3

Torfolge: 5. 1:2, 9. 3:2, 12. 5:3, 16. 5:5, 19. 7:7, 26. 12:7, 34. 15:11, 42. 22:14, 46. 24:17, 49. 25:17, 53. 25:20, 55. 26:22

Österreich: Marinovic, Bauer; Alexander Hermann (2), Maximilian Hermann (3), Schmid (1), Bozovic (1), Brandfellner, Frimmel (6), Kolar, Weber (6/3), Zeiner, Frühstück, Jelinek, Bilyk (6), Wagner (2), Neuhold

Rumänien: Irimus, Popescu, Inacu; Bera, Talas, Sania, Toma,
Ghionea (9/1), Racotea, Sadoveac (3), Fenici (3), Novanc (1), Cserpreghi (6/2), Stavrositu, Onyejekwe, Grigoras (2)

Italien – Finnland 27:19 (12:11)

Tabelle

1. Italien 1 1 0 0 27:19 +8 2

2. Österreich 1 1 0 0 27:24 +3 2

3. Rumänien 1 0 0 1 24:27 -3 0

4. Finnland 1 0 0 1 19:27 -8 0

Erklärung: Die Erstplatzierten der insgesamt sechs Vorrundengruppen qualifizieren sich für die Play-off-Spiele (10. bis 16. Juni 2016).

Die weiteren ÖHB-Begegnungen

Finnland – Österreich Samstag,16 Uhr, Vantaa

Italien – Österreich 6. Jänner,18 Uhr, Triest

Österreich – Italien 9. Jänner, 20.25 Uhr, Klagenfurt

Rumänien – Österreich 14. Jänner,18 Uhr, Baia Mare

Österreich – Finnland 17. Jänner,16 Uhr, Maria Enzersdorf