Torklau besiegelt das Cup-Aus

04.11.2015 • 20:47 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Jan Zwischenbrugger (Nummer 18), Lukas Jäger (22) und Patrick Salomon versuchen, den ersten Treffer von Austria-Angreifer Kevin Friesenbichler (9) zu verhindern. Foto: gepa
Jan Zwischenbrugger (Nummer 18), Lukas Jäger (22) und Patrick Salomon versuchen, den ersten Treffer von Austria-Angreifer Kevin Friesenbichler (9) zu verhindern. Foto: gepa

Enttäuschte Altacher nach 1:2-Niederlage im Cup-Achtelfinale bei der Wiener Austria.

Wien. Viel investiert und am Ende mit leeren Händen in den Bus gestiegen. Cashpoint Altach musste sich nach einem starken Auftritt in der Generali Arena der Wiener Austria im Achtelfinale des ÖFB Samsung Cups mit 1:2 geschlagen geben. Auch weil ein reguläres Tor von Louis Ngwat-Mahop kurz nach Seitenwechsel von SR Alexander Harkam wegen Abseits aberkannt wurde (49.) – eine klare Fehlentscheidung.

Erst wurde von den Trainern gewirbelt, dann ging es ab der ersten Minute auf dem Spielfeld ab. Bei der Austria blieb gegenüber dem letzten Match kein Stein auf dem anderen, die Startelf wurde gleich auf neun Positionen verändert. Altachs Damir Canadi vertraute auf ein neues Quintett. Die Überraschung dabei sicherlich die rechte Verteidigerposition von Patrick Salomon. Und der 27-jährige setzte dann auch die ersten Akzente in einer von Beginn an sehr abwechslungsreichen Partie. Immer wieder setzte sich Salomon über die rechte Seite ins Szene, und mit seinen Flankenbällen sorgte er für einigen Wirrwarr im Austria-Strafraum. Doch Martin Harrer, der einmal allein am Fünfer zum Abschluss kam (5.) sowie dann im Duett mit Christian Schilling (17.) verpassten die Gelegenheiten. So war es der ebenfalls neu in die Mannschaft gerückte Dominik Hofbauer, der nach einem aufgespielten Freistoß den Ball aus gut 30 Metern ins Kreuzeck donnerte (8.). Ein verdienter Lohn für ein sehr engagiertes Auftreten.

Reaktion blieb nicht aus

Weil sich die Altacher, die erneut mit einer Fünferkette und Lukas Jäger als zentralem Abwehrspieler aufliefen, in der Folge ein wenig zurückzogen, übernahm der Tabellenführer der Bundesliga die Initiative. Und die Austria profitierte in dieser Phase zudem von einigen Unkonzentriertheiten im Passspiel
der Altacher. Wie kurz vor dem Ausgleich, als es dann sehr schnell ging. Mario Leitgeb zog rechts in den Strafraum und sein Pass in den Rücken der Abwehr wurde von Kevin Friesenbichler in bester Torjägermanier verwertet (21.).

Altach entglitt nun die Partie zusehends und der Druck der Heimischen wurde stärker. Erst langsam erholten sich die Vorarlberger von dem unnötigen Gegentreffer und fanden wieder ihren Spielrhythmus – ohne allerdings noch einmal Torgefahr ausüben zu können.

Zur Pause reagierte Canadi und ersetzte Harrer durch Ngwat-Mahop. Mit dem Kameruner gewann das Angriffsspiel der Altacher sichtlich mehr Schwung, allein an Effiktivität mangelte es. Nicht so die Austria, die am Ende wieder von einer Unachtsamkeit profitierte. Denn ein einziger Einwurf reichte, um die Abwehr durcheinander zu wirbeln, und Friesenbichler war zum zweiten Mal zur Stelle.

„In solchen Spielen entscheiden Kleinigkeiten. Und dazu gehört auch das nicht gegebene Tor“, ärgerte sich SCRA-Kapitän Philipp. „Diese Fehlpfiffe gegen uns ziehen sich durch die ganze Saison.“

Dominik Hofbauer (ganz links) ließ die Altacher nach einem herrlichen Freistoßtor jubeln. Foto: gepa
Dominik Hofbauer (ganz links) ließ die Altacher nach einem herrlichen Freistoßtor jubeln. Foto: gepa

Fußball

ÖFB Samsung Cup

Achtelfinale

FK Austria Wien – SCR Altach 2:1 (1:1)

Generali Arena, 4805 Zuschauer, SR Harkam (St)

Torfolge: 8. 0:1 Hofbauer (Freistoß), 21. 1:1 Kevin Friesenbichler, 82. 2:1 Kevin Friesenbichler

Gelbe Karten: 41. Ortiz, 54. Zwischenbrugger, 68. Prokopic (alle Altach), 73. Thomas Salamon (Austria/alle Foulspiel), 87. Kobras (Altach/Unsportlichkeit), 90./+ 2 Alexander Grünwald (Austria/Foulspiel)

FK Austria Wien (4-2-3-1): Hadzikic/3; Larsen/2 (90./ +1 Gorgon/0), Rotpuller/2, Shikov/3, Thomas Salamon/3; Vukojevic/4 (76. Alexander Grünwald/0), Mario Leitgeb/2 (76. Kehat/0); De Paula/3, Serbest/3, Meilinger/4; Kevin Friesenbichler/2

Cashpoint SCR Altach (5-4-1): Kobras/3; Schilling/3 (86. Seeger/0), Ortiz/3, Jäger/4, Zwischenbrugger4, Patrick Salomon/2; Hofbauer/2, Prokopic/3, Netzer/2, Tajouri/3 (78. Schreiner/0); Harrer/4 (46. Ngwat-Mahop/2)

Notenschlüssel: 1=sehr gut, 2=gut, 3=befriedigend, 4=genügend, 5=nicht genügend

Bereits gespielt:

WSG Wattens – SV Mattersburg 0:2 (0:1)

SK Rapid Wien – SV Austria Salzburg 5:1 (2:0)

FC Stadlau – SKN St. Pölten 0:4 (0:2)

ASK Ebreichsdorf – SK Sturm Graz 2:3 (0:1)

FC RB Salzburg – SV Ried 4:2 (1:2)

FC Piberstein Lankowitz – FC Admira Wacker Mödling 0:1 (0:1)

FC Wacker Innsbruck – LASK Linz 0:2 (0:2)

Die Auslosung des Viertelfinales erfolgt am Sonntag, 8. November um 18.30 Uhr live in ORF eins in der Sendung „Sport am Sonntag“.

So geht es weiter:

Viertelfinale: 9./10. Februar 2016

Halbfinale: 19./20. April 2016

Finale: 20./21./22. Mai 2016