Rapid zieht in K.-o.-Phase ein

05.11.2015 • 22:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im Hinfallen erzielte Philipp Schobesberger das 2:1 für Rapid gegen Pilsen. gepa
Im Hinfallen erzielte Philipp Schobesberger das 2:1 für Rapid gegen Pilsen. gepa

Schobesberger traf bei 2:1-Sieg in Pilsen im Doppelpack. Kurioses Hinfaller-Tor.

pilsen. Rapid Wien überwintert erstmals seit 20 Jahren wieder im Fußball-Europacup. Der österreichische Vizemeister besiegte im vierten Spiel der Europa-League-Gruppe E Viktoria Pilsen 2:1 und steht damit als Aufsteiger in die K.-o.-Phase fest. Matchwinner für die Hütteldorfer war Philipp Schobesberger, der in der 13. und – auf höchst kuriose Art und Weise – in der 77. Minute traf.

In einer Partie, die über weite Strecken von der Heimmannschaft bestimmt wurde, legte Rapid wie heuer schon öfters in einem europäischen Bewerbsspiel eine brutale Effizienz an den Tag. Schobesberger verwandelte die erste Chance zur Führung, danach waren die Hütteldorfer die meiste Zeit über offensiv abgemeldet. Der Ausgleich in der 71. Minute durch Joker Jan Holenda hatte sich schon lange vorher abgezeichnet. Doch aus dem Nichts erzielte Schobesberger in der Rapid-Viertelstunde im Fallen den Siegestreffer.

Vierter Sieg im vierten Spiel

Pilsen, das mit Blick auf die Tabellensituation einen Sieg brauchte, hatte schon in den ersten zehn Minuten mehr vom Spiel. Zum Glück von Rapid kam der berühmte letzte Pass jedoch nicht, der tschechische Meister agierte aber auch etwas zu umständlich. Die Wiener erwischten offensiv hingegen einen Traumstart: Nach zwölf Minuten bediente der in der Mitte vollkommen unbedrängte Florian Kainz Schobesberger mit einem tiefen Pass ideal, der Oberösterreicher ließ Pilsen-Goalie Matus Kozacik keine Chance.

Die zweite Hälfte begann quasi mit einem Schock für Grün-Weiß, musste doch Steffen Hofmann nach fünf Minuten vom Platz. Für den Kapitän, der sich ohne Fremdeinwirkung verletzt haben dürfte, brachte Barisic Srdjan Grahovac. Holenda deutete seine Gefährlichkeit in der 71. Minute zunächst mit einem Kopfball an die Stange an. Sekunden später stand er am Fünfer goldrichtig und brauchte nur noch einzuschieben. Nach einem perfekten Lochpass von Schwab sprintete Schobesberger kurz darauf wie in der ersten Hälfte alleine aufs Tor zu. Bevor er einen regulären Schuss zustande brachte, rutschte der 21-Jährige allerdings aus und fiel mit dem linken Fuß auf den Ball. Der kullerte daraufhin am verdutzten Kozacik vorbei ins Tor. Rapid ist damit auch nach vier Spielen in der Europa League noch ohne Punktverlust.