Ein fantastisches Gefühl

08.11.2015 • 22:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Akrobat Arnautovic! Der ÖFB-Teamspieler erzielt das Goldtor für Stoke gegen Chelsea mit einem Seitfallzieher. Foto: gepa
Akrobat Arnautovic! Der ÖFB-Teamspieler erzielt das Goldtor für Stoke gegen Chelsea mit einem Seitfallzieher. Foto: gepa

Ausgerechnet Arnautovic hat Star-Trainer Mourinho noch tiefer
in die Krise gestürzt.

Stoke-en-Trent. In der gemeinsamen Zeit bei Inter Mailand war er nicht gerade der Lieblingsschüler von José Mourinho. „Er ist ein großartiger Kerl, aber er hat einen Kopf wie ein Kind“) und jetzt sorgte Marko Arnautovic dafür, dass die Luft für den Portugiesen bei Chelsea noch dünner wird. Mit einem sehenswerten Seitfallzieher besiegelte er die dritte Saison­niederlage (0:1) der Londoner in Folge.

„Es ist ein fantastisches Gefühl, gegen Chelsea drei Punkte geholt zu haben“, sagte der ÖFB-Teamspieler im Klub-TV von Stoke City. „Ich habe es probiert und es ist gut gegangen. Das freut mich natürlich“, erklärte der 26-Jährige. Und weil die Vorlage zu seinem Tor u. a. von Xherdan Shaqiri kam, meinte Arnautovic: „Wir gewinnen dieses Spiel, so kann jeder sehr glücklich in die Länderspielpause gehen.“ Klar, denn die Schweiz spielt am 17. November gegen Österreich.

Außer Mourinho vielleicht. Der Chelsea-Coach gerät zusehends in Bedrängnis, liegt der Meister doch als 16. nur noch drei Punkte über der Abstiegszone. Sieben der ersten zwölf Ligaspiele haben die Londoner zuletzt 1978 verloren – und mussten in weiterer Folge tatsächlich absteigen. „Daher geht ihr nach unten“, sangen die Stoke-Fans bereits. Mourinho hörte es nicht. Der 52-Jährige verfolgte das Spiel aufgrund einer Sperre wegen SR-Kritik in einem nahegelegenen Hotel. Es könnte sein letztes Spiel gewesen sein. Das Problem sind womöglich nur die 51 Mill. Euro, die der Klub für eine Entlassung des Trainers berappen müsste. Vieles spricht dennoch dafür, denn: Noch nie verloren die Blues in der zwölfjährigen Herrschaft drei Ligaspiele in Folge. Die Länderspielpause würde sich zudem für eine Trainerablöse eignen – eine späte Genugtuung für Arnautovic.