Lustenau bleibt dran

08.11.2015 • 21:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das 1:0 des EHC im Derby gegen den Bregenzerwald: Toni Saarinen stört Jürgen Fussenegger, Martin Oraze lässt mit einem Weitschuss Torhüter Christof Schwendinger keine Chance. Foto: Steurer
Das 1:0 des EHC im Derby gegen den Bregenzerwald: Toni Saarinen stört Jürgen Fussenegger, Martin Oraze lässt mit einem Weitschuss Torhüter Christof Schwendinger keine Chance. Foto: Steurer

6:2-Erfolg des EHC im Derby gegen die Wälder – VEU bleibt mit zwei Siegen Leader.

Schwarzach. (VN-siha-do-ko) Der EHC Alge Elastic Lustenau ist in der Tabelle der Inter National League wieder der erste Verfolger von der Lorenz Lift VEU Feldkirch. Die Sticker setzten sich einen Tag nach dem 5:2 über Kitzbühel im Derby der Grünen gegen den EHC Bregenzerwald glatt mit 6:2 durch. Die VEU gewann ihre Heimspiele gegen Kapfenberg (5:1) und Zell am See (2:0) und führt die Tabelle nun mit drei Zählern vor Lustenau an.

Beim EHC Bregenzerwald war im Derby nicht der verletzt fehlende Einser-Torhüter Viktor Scherrieble das Problem, sondern die Effizienz sowie das Spiel in Unter- und Überzahl. Die Wälder ließen acht Überzahl-Möglichkeiten in Serie aus, mussten dabei aber zwei Gegentreffer hinnehmen. Als es beim neunten Powerplay-Versuch durch Kevin Macierzynski (57.) endlich klappte, war die Messe längst gelesen, lagen die Cracks von Alex Stein mit 1:5 hoffnungslos zurück.

EHC traf zwei Mal in Unterzahl

Lustenau war von Beginn an das aktivere Team und setzte auch die ersten Duftmarken. Logische Folge der Überlegenheit war das 1:0 durch Martin Oraze (10.). Nach einer Doppelchance der Gäste – darunter ein Stangenschuss – sorgte Scott Barney praktisch im Gegenzug mit dem ersten Unterzahltor für das 2:0 (15.). Die Mannschaft von Janne Sinkkonen gab den Wäldern in 16 Minuten Powerplay wenig Spielraum, nutzte aber die eigenen Möglichkeiten eiskalt. Stefan Wiedmaier (38.), Dominik Oberscheider (49.) und Max Wilfan (56. in Unterzahl/58.) standen mit vier weiteren Treffern beim Sieg Pate.

Ein spezielles Jubiläum lieferte der EHC im Spiel gegen Kitzbühel ab: Das Team verbuchte die 1000. Strafminute – Thomas Auer bekam als Erinnerung eine kleine „Auer-Sau“ überreicht.

Die VEU dominierte beide Partien in der Vorarlberghalle, bekundete beim 5:1 gegen das Tabellen-Kellerkind Kapfenberg keine Mühe. Zell erwies sich als härtere Nuss. Zwar hatte die Mannschaft von Michael Lampert den Sieg bereits nach 20 Minuten eingefahren, war aber doch bis ins letzte Drittel gefordert. Die Salzburger, vom neuen Trainer Herbert Hohenberger („Ein gutes Drittel ist gegen die VEU zu wenig“) motiviert, kämpften bis zum Schluss. „Wir haben zwei solide Leistungen abgeliefert“, meinte Lampert. „Wenn man auf hohem Niveau jammern möchte, dann hätte ich etwas an der Chancenauswertung auszusetzen.“