Olympiasieger zahlte für Vertuschung

08.11.2015 • 20:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Sebastian Coe: „Dunkle Tage für unseren Sport.“ Foto: ap
Sebastian Coe: „Dunkle Tage für unseren Sport.“ Foto: ap

Schock, Ärger und Traurigkeit bei Leichtathletik-Präsident Coe.

London. Zur Vertuschung positiver Doping-Proben sollen auch zwei spätere Olympia-Medaillengewinner von London Bestechungsgelder an die Führung des Leichtathletik-Weltverbands (IAAF) gezahlt haben. Insgesamt sollen sich acht russische Athleten gegen hohe Summen von einer möglichen Sperre freigekauft haben und dann bei den Sommerspielen 2012 am Start gewesen sein, berichtete die „Sunday Times“. Einer dieser Sportler sei Olympiasieger geworden.

Im Zentrum der Korruptionsaffäre steht der frühere IAAF-Präsident Lamine Diack. Die französische Justiz hat den Senegalesen wegen Bestechlichkeit und Geldwäsche angeklagt. Der 82-Jährige soll in seiner Amtszeit nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehr als eine Million Euro kassiert haben, um positive Doping-Proben zu vertuschen. Auch sein Anwalt Habib Cisse wurde angeklagt. Zudem sind der einstige Leiter der Anti-Doping-Abteilung der IAAF, Gabriel Dolle, und Diacks Sohn Papa Massata ins Visier der Justiz gerückt.

Der neue IAAF-Chef Sebastian Coe sagte in einem Interview mit „BBC Radio Five Live“: „Es war ein Schock, ich habe Ärger und viel Traurigkeit verspürt. Dies sind dunkle Tage für unseren Sport, aber ich bin entschlossener denn je, das Vertrauen in unseren Sport wieder aufzubauen.“